Perversling!,

schallt es jenem Intellektuellen entgegen, der die Tätigkeit seines Verstandes, die gerade eben kalt geheißen wurde, aus der Sicht des beherrschten und sezierten, quasi objektivierten Subjekts, nachdem er sie etwas vorschnell als freudebringend verteidigt hatte.

Über den Kunstbegriff streiten

Lohnenswert und notwendig, als eine Reflexion worüber man selbst spricht und was man eigentlich meint, wenn man Kunst sagt. Und darüber hinaus, potenziell, als eine Reflexion des Diskurses über seinen Gegenstand und damit sich selbst. Mehr von diesem Artikel lesen

Sphären voll Lebendigkeit

Gefasstheit, Intensität, Moment; jeder Tag sagt träume, sagt erschaffe: Fülle meinen wir, wenn wir Leben sagen, schreiben und erfahren; sie tritt im Fiktiven hervor, wie im Realen, uneingeschränkt und unmittelbar. [Anstoß]

Jedes Gespräch…

…ist eine Neu- und Weiterkonstruktion unseres Selbst.

Entwicklung

Gleichmaß, Regelhaftigkeit und Ordnung: Ihr eigentlich entgegengesetzt, sind sie doch Basis jeder gewollt-nachhaltigen Veränderung: Sie prägen unseren Alltag, unsere Rhythmik, bis die tägliche Übung selbstverständlich wird.

Stummheit

Wieder kein Wort gesprochen. Risse. Spalten. Ob eine Welt an unserer Stummheit zerbricht? Dabei wollen wir erhalten, was zwischen uns, noch unscheinbar und ungesehen, liegt. Also ob gesprochen werden müsste, damit es nicht verwelkt.

Stille Zweisamkeit

Ist sie möglich? Kann man, körperlos, einen Raum von Stille aufspannen? Gemeinsam durchmessen? Durchschreiten? Sie fühlen, ihr nachspüren und ebendarin zusammen finden? Oder ist Stille eine Sache des Einzelnen und seiner, durch sie verursachten, außergewöhnlichen Erfahrung von Welt, unteilbar, störend, ja zerstörend für jede Sache die beide angeht?

Ordnung und Chaos in der Musik

Die Dialektik von Ordnung und Chaos, von Verstand und Gefühl, von Zivilisation und Barbarei offenbart sich in der Musik als eine Spannung, die in jedem Takt auf das Neue hervortritt, gelingt es dem Interpreten sie herauszuarbeiten, sich an sie heranzutasten: –- Dann ist Musik niemals entspannend, ja sie bewegt sich an dem Punkt mit der höchsten Spannung überhaupt, im darüber hinaus und im gerade noch nicht: In jedem Takt bekommen die Mauern der Ordnung Risse, verbeult sich die mathematische Struktur, aber dieser Moment bleibt erhalten, wird ewig für die Dauer des Stücks, der Widerstreit und die Kräfte wirksam.

Dort, wo nichts sein muss…

…haben sich Ideal und Hoffnung aufgelöst, ist die Realität willkommen und das Glück.

[Eine ähnliche Umkreisung findet sich hier.]

Silvester 2011

Die vergangene Silvesternacht ist mir, in ihrer Gegenwart noch, zu einem Bild für die Menschheit geworden: Die Lichtspuren, -streifen und -punkte, die sich in einem wirren Spiel am Nachthimmel verloren, ließen mich weniger an ihre Güte oder ihren Glanz denken, als an die Leere als Hintergrund ihrer Erscheinung und ihre Zufälligkeit, im Ganzen wie im Einzelnen.

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