Um politisch zu wirken,

muss sich die Angst konkretisieren, also zur Furcht werden.

Der Shitstorm und die Zerstörung des öffentlichen Diskurses

Der Shitstorm ist gewiss nicht das letzte, aber sicherlich ein deutliches Anzeichen einer weitgehenden Infantilisierung und Emotionalisierung der öffentlichen (politischen) Debatte; er verbindet gedankenloses Handeln und konformes Verhalten mit dem Willen zur Herrschaft*.

Weiter auf Fisch und Fleisch.

Das Improvisierte…

…im Gegensatz zum Komponierten, begriffen, als das Undurchdrungene, weniger Geordnete, weniger Kunstvolle, vielleicht Verspieltere, Spontanere; als ephemer, weniger beschränkt und freier … beide sind je eigen, verschieden, auf gleichem Grund und dadurch gerechtfertigt.

Die “Dinge” fesseln…

…auch oder gerade weil man über sie stolpert (und ich stolpere fast immer). — Selbst wenn das den Systematikern ein Graus sein mag.

Staat und Religion

Den Herausforderungen die »der Islam« in Form unterschiedlicher Gruppierungen und Richtungen für die europäischen Gesellschaften darstellt, wird u.a. mit speziellen Gesetzen (Verschleierungsverbote, Novellierung des österreichischen Islamgesetzes) zu begegnen versucht. Zeitgleich treten durch die Terrororganisation, die sich islamischer Staat nennt, verschüttete oder unzureichend beantwortete Fragen wieder deutlich hervor: Jene nach der Trennung von Islam und Islamismus, dem Verhältnis zur und der Rechtfertigung von Gewalt oder die Politisierung von Religion: Das Verhältnis der muslimischen Gemein­schaften zu den europäischen Gesellschaften scheint unter Zeitdruck formuliert werden zu müssen, obwohl die entsprechenden Diskussionen mindestens 15 Jahre alt sind. Den bisherigen Bemühungen beider Seiten steht die Flucht zahlreicher junger Menschen in die Arme dieser Terrororganisation, gegenüber: Die europäischen Gesellschaften scheinen über wenig Bindungskraft zu verfügen und das Leben in Europa für einen Teil der Muslime wenig erfüllend zu sein.

Dieser Essay ist auch eine Replik auf zwei Texte von Niko Alm1; er spürt dem Verhältnis von Staat und Religion nach und versucht eine argumentativ-pragmatische Antwort, ohne zuerst ein bestehendes Konzept heranzuziehen: So soll versucht werden, der gegen­wärtigen Situation, mit möglichst wenig Voreingenommenheit, Rechnung zu tragen. Dies soll in den Kontext der bisherigen Praxis in Österreich gestellt und das Islamgesetz, dessen Begutachtungsfrist soeben endete, in prinzipieller Hinsicht diskutiert werden. — Davor wird der Begriff Religion, sein Verhältnis zur Politik, den Menschen im Allgemeinen und den westlichen Gesellschaften im Besonderen umrissen. — Wenn von »dem Islam« oder »dem Christentum« (und anderen Religionen) gesprochen wird, dann ist damit keine homogene Tradition gemeint, sondern zahlreiche, die die eine oder andere Charakteristik teilen. — Die folgenden Betrachtungen sind an etlichen Stellen auf die großen monotheistischen Religionen hin verengt.

Weiter auf Begleitschreiben.

Geschichte:

Erinnerungen, an die ich mich nicht mehr erinnere.

Eleganz und ihre Bedeutung

Eleganz ist eine stilistische Eigenart, nicht der Stil selbst. Sie hat etwas von Gefälligkeit, von Glanz, von Wendigkeit; sie ist gerne gesehen, sie wird bewundert und besitzt dennoch etwas Schales, jedenfalls dann, wenn man sie für einen Selbstzweck hält, ganz ähnlich wie das bei der Höflichkeit oder dem guten Benehmen der Fall ist. Die beiden letzteren sind näher verwandt und erfüllen klare Funktionen; allen dreien ist gemeinsam, dass sie zumindest das Potential von (Selbst)täuschung besitzen. — Zweifelsohne steht die Eleganz dem Selbstzweck von diesen dreien am nächsten, mit der Schönheit kann sie sich allerdings nicht messen: Elegante Musik kann schön sein, sie muss es aber nicht und ist es eher trotz als wegen der Eleganz.

Thomas (nicht Christoph) Chorherr hat sich um die Eleganz bemüht, so sehr, dass ich geneigt bin dahinter mehr zu vermuten, als ich oben zu beschreiben vermochte, allerdings bricht der Text immer dort, wo er deutlich wird und auf etwas hinzuführen scheint, ab. — Sind es am Ende doch nur die Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit und der konservative Hintergrund des Autors?

Vielleicht hat es auch mit dem zu tun, das Fritz in einem anderen Zusammenhang beschrieb: “Es erinnert einen an frühere Empfindlichkeiten gegenüber schmutzigen Wörtern, die ja nie echte Empfindlichkeit waren, sondern nur ein aufgezwungenes gutes Benehmen. Dieses herkömmliche gute Benehmen ist inzwischen weitgehend verschwunden bzw. es stellt nur noch eine altfränkische Skurilität dar, vulgär sind wir längst alle und die verbale Freiheit soll leben, wie sie mag — außer eben bei den nachnominierten Hysterie-Themen wie Schwulsein, Frauenförderung, »Menschen mit Migrationshintergrund«, Islam etc. Die Hysterie muss nicht völlig unbegründet sein, sie ist aber eine Art verordneter Sensibilität, so wie man früher gefälligst sensibel gegenüber »Scheiße« sein sollte.”

Kann mir jemand weiter helfen?

Ein Rückzieher der NZZ

Markus Spillmann, Chefredakteur der NZZ, entschuldigte sich via Facebook für einen veröffentlichten Kommentar zum Coming-out von Apples CEO Cook:

Weiter auf Begleitschreiben.

Könnte man dadurch die Gewinne steigern…

…würden im Kapitalismus langfristig auch die Konsumenten durch Maschinen ersetzt.

Einen Augenblick lang…

…hält sich der Gedanke, dass das Comic und die Graphic Novel schon in den mittelalterlichen Büchern und dem (bisweilen) regelrechten Ineinanderfließen von Text und Bild vorausgeahnt wurden:

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