Nun auch eine Art politische Gemeinplatzsammlung

von Thomas Glavinic (vielleicht muss sich nicht jeder Literat politisch äußern; dass ich an einer Art monarchischem Minderwertigkeitskomplex leiden soll habe ich schon vorher gewusst und halte es noch immer für Unsinn; ebenso, dass ich nicht von hier sein soll, obwohl ich hier geboren bin [nein, nicht weil die Äußerung politisch unkorrekt ist]; und die sprichwörtliche Krone auf dem Fass ist die Identitätsfindung “Schifahren”).

Aber es passt ja gut zu dem Satz, dass “der österreichischen Angst vor dem Verlust der Identität ein Denkfehler zugrunde [liegt].”

Offenheit…

…kennt kein Vorgenommenes.

[Wie derjenige, der sich in einer fremden Stadt treiben lässt, sein Vorhaben, an einen bestimmten Ort zu gelangen, aufgegeben hat.]

Wie Dominosteine…

…fallen die Tage.

Intellektualität beinhaltet…

…das Aufsuchen von Widerständigem, der eigenen Position widersprechendem.

Unerfülltheit:

Dass, obwohl man will, nie etwas bleibt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Geschenkt!

Ein Zerstörungswerk als Schauspiel, das etliche noch in gutem Glauben, ein zynisches Wort Lenins drängt sich auf, unterstützen, so kann man die letzten Tage des, ja: Kampfs um einen Sitz im europäischen Parlament, bezeichnen. — Ein Abbild davon, halbgar und undurchdacht, Folge und Methode zugleich, ist dieser Leserkommentar im Standard. Mehr von diesem Beitrag lesen

Das Verstörende des Vergleichs…

…ist die Notwendigkeit von Nähe.

[Was häufig zu Missverständnissen führt, zu Abwehr und zu Missbrauch.]

Der Vergleich…

…ist einer der Ursprünge des Denkens.

[Wer ihn verbieten will, hat das nicht verstanden; oder aber: er versucht seine Deutungshoheit zu bewahren.]

Wir prokrastinieren…

…wo unser Wille die Zeit übersteigt.

[und er übersteigt sie ständig]

Wille

bedeutet verbissen sein, ins noch nicht Existierende.

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