Makulatur

Ein Besuch in den besetzten Hörsälen Audimax* und C1.

Verfasst von metepsilonema am 7. November 2009

Die Besetzer laden zu einer Führung. Freitag, um 17:30. Treffpunkt: Arkadenhof der Universität Wien. Mittlerweile ist es fünf Minuten nach 19 Uhr, und ich sitze noch immer in mitten meiner Arbeit. Ich klicke auf antworten, bitte um einen Sondertermin, und schreibe: So das Wort „objektiv“ ernst gemeint ist, würde ich mir gerne ein Bild machen. Warum verschickt man solche Emails morgens um vier?

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Studium und Bildung.

Verfasst von metepsilonema am 1. November 2009

Universitäten sind Bildungseinrichtungen. Aber ein Studium absolviert zu haben, bedeutet nicht gebildet zu sein.

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Der öffentliche Diskurs. Ein Versuch.

Verfasst von metepsilonema am 27. Oktober 2009

Die Art des Verhandelns, das wie bestimmt die Funktionalität des Diskurses, unabhängig von der vertretenen Sache, ihrer Richtigkeit und ihrem Wahrheitsgehalt: Dysfunktional wird der Diskurs dort, wo für die richtige Sache mit den falschen Mitteln, und mit den falschen Mitteln für die falsche Sache gestritten wird.

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Vergebliche Hoffnung

Verfasst von metepsilonema am 14. Oktober 2009

In der Nacht,
dem Tode nahe -
Im Schweigen Erlösung.

Du blinzelst;
Gestalten fliehen, und
Schatten dem Licht -
Aber geschwiegen,
geschwiegen hast Du nicht.

(zweite Fassung, 01.11.2009)

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Abwesenheit.

Verfasst von metepsilonema am 3. Oktober 2009

Von Sonntag bis Mittwoch bin ich von der weltweiten Vernetzung befreit. Kommentatoren bitte ich um Geduld.

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„Ursachenforschung“

Verfasst von metepsilonema am 3. Oktober 2009

Quo vadis Sozialdemokratie, könnte man fragen. Aber das warum ist zunächst interessanter und wichtiger, und hängt damit zusammen, ob man die Verluste der sozialdemokratischen Parteien, die weit über das hinausgehen, was man von den (sogenannten) Volksparteien mittlerweile gewohnt ist, in einen größeren Zusammenhang ordnet oder sie auf lokale, regionale oder nationale Bedingtheiten zurückführen will.

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Die Notwendigkeit der Zerstörung – und deren Begrenzung.

Verfasst von metepsilonema am 13. September 2009

Die Wahl von Welt und Handlung, schließt deren Zerstörung mit ein. Wir existieren auf Kosten anderer Lebewesen, wir nutzen Um- und Mitwelt: Wo ein Kornfeld wogt, könnte ein Wald stehen, und der Schuh, selbst des achtsamsten Spaziergängers, zermalmt Tier und Pflanze.

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Demokratie neu erfinden? Eine Replik auf Claus Leggewie.*

Verfasst von metepsilonema am 30. August 2009

Claus Leggewie erklärt was Demokratie ausmacht, er ermahnt den Bürger, und fordert sein Engagement – allerdings erinnert das bisweilen an den Wetterbericht: Von der prognostizierten Gewitterstimmung, kann man nur einige Wolken am Horizont entdecken.

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Abends.

Verfasst von metepsilonema am 28. August 2009

Fünfzehn Stockwerke über uns wäre man einer schüchternen Dissonanz begegnet, und trotzdem verglich man uns später mit einer Affenhorde, die die Nachbarn am liebsten durch die Staatsgewalt hätten bekämpfen lassen. Aber die trägt auch grün.

Payer hält. Wir lassen uns in die Sessel fallen, und atmen aus. Die Konferenzschaltung raubt den letzten Nerv. Endlich: Ein abgefälschter Freistoß – violett ist weiter, und wir wieder in Birmingham. Und sieben Minuten später, beinahe dasselbe. Wieder die Nummer sieben, wieder über die rechte Seite. Aber Young vertraut man nicht mehr. Und diesmal sitzt er, scharf und wuchtig. Aber das ändert nichts.

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Fragwürdige Praktiken auf der Webseite des „Standard“.

Verfasst von metepsilonema am 25. August 2009

Kurz nach Mittag rief ich heute die Webseite des Standard auf, und arbeitete mich durch die Überschriften und Kurzfassungen, bis ich an einem Artikel hängen blieb: Er betraf den Tod von Michael Jackson, und trug den sinnbefreiten Titel Michael Jackson starb durch Tötungsdelikt. Lachend wählte ich ihn aus, und überflog zuerst die Leserkommentare, um zu sehen, ob das Missgeschick schon jemandem aufgefallen war, und in der Tat, ein Kommentator hatte, Wittgenstein zitierend, bereits darauf aufmerksam gemacht. Das weitere Lesen des Artikels verhinderte ein Blick auf die Uhr, denn es war Zeit wieder an die Arbeit zu gehen – ich beschloss es später nachzuholen.

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