Keine Diskussion…

…ohne Anspruch auf Gültigkeit, auf objektive Existenz des Gesagten: Warum sonst sollte es uns berühren, sollten wir es zurückweisen wollen?

Und vice versa gilt: Auseinandersetzung findet statt erst dort, wo dieser Anspruch nicht immer schon Erfüllung meint, sondern einen möglichen Irrtum mit einschließt.

Manieren haben:

Das Unpassende hinter formelhafter Künstlichkeit verdecken und verstecken; die Etikette dem Gemütlichen vorziehen.

Erziehung:

Dem Unmittelbaren (dem Triebhaften, dem Natürlichen) nicht (sofort) nachgeben; ihm etwas entgegensetzten, es überführen, auch: beherrschen zu lernen.

Als Tatsache wird angesehen,

was niemand bestreitet.

Der Leser im Informationszeitalter. Eine Replik auf Rudi Fußi.

Überfluss und Verfügbarkeit von Informationen aller Art stellen, neben unserem Fassungsvermögen, in aller Deutlichkeit die Frage nach ihrer Relevanz: Um die Welt oder eher Teilwelten (noch) verstehen und zusammenhalten zu können, müssen wir zwischen bloßer Information und Wissen (bzw. Relevanz) unterscheiden, in angemessener Zeit, inklusive der Möglichkeit der Verknüpfung und (eventuell) genauerer Prüfung durch das Hinzuziehen weiterer Quellen. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von relevanter Information und Wissen eine demokratische “Forderung” (Bedingung), da sie die diskursiven Prozesse und die Meinungsbildung unterstützen oder überhaupt erst möglich machen, das Wahlverhalten beeinflussen und die Entscheidungen der Politik.

Weiter auf Begleitschreiben

Arroganz…

…offenbart ein Bedürfnis nach Destruktion.

Pedanterie:

Genauigkeit jenseits von Notwendigkeit oder Angemessenheit, im Gegensatz zur Akribie, der notwendig-bewundernswerten Genauigkeit.

Bildung…

…ist ein Prozess, dessen Ziel unklar bleibt und damit auch unerreichbar; der Zustand gebildet zu sein, ist ein Missverständnis wie die Auffassung man könne Bildung einfach als Recht in Anspruch nehmen; und ein Missverständnis wäre es auch Bildung ohne Gestaltung zu begreifen, ganz ähnlich der Arbeit an einer Plastik, die (selbstverständlich) nichts anderes als man selbst ist.

Vernunft ist vielleicht nur:

Besonnenheit.

Krise und Krieg in der Ukraine: Ein gordischer Knoten aus Innen- und Geopolitik?

Man könnte die Krise und den Krieg in der Ukraine als Schicksal gewordene Geschichte begreifen*; oder aus ihr die Vorsicht vor voreiligen Schlüssen, vor der Klarheit eines “ja” oder “nein”, eines “für” oder “gegen”, ableiten. Das soll eine solche Antwort nicht von vornherein ausschließen, aber gewährleisten sich mit Sorgfalt und Bedacht den Problemen zu näheren und mitzubedenken, dass Konflikte oder Kriege auch in Kompromisse münden oder auf andere (ausgleichende) Ebenen gehoben werden können. — Womöglich stellen sich mehr Fragen, als man beantworten kann. Mehr von diesem Beitrag lesen

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