Ein Fußballtor.
Verfasst von metepsilonema am 23. November 2008
Links ein Bücherregal, wie mit kräftigen Pinselstrichen, fast ein wenig zögerlich, als wäre der Maler lange davor gestanden, gemalt; daneben ein dunkler Tisch, und weiter hinten ein Bett.
Das Zimmer in diffuses Licht getaucht; ein paar Bücherrücken heben sich kaum merklich ab, ein Zimmer wie viele andere. Aber irgendetwas irritiert, man beginnt zu suchen, bald zu hasten, will überall mit den Augen gleichzeitig sein, wissend, dass man etwas Offensichtliches übersieht.
Aus Normalität arrangierte Anormalität. Endlich: Vor dem Tisch, und dem Bücherregal steht – wie konnte es nur so lange unentdeckt bleiben? – ein Fußballtor. Und trotz des Dämmerlichts, leuchtet es durch den Raum. Weiß.
Magritte.
Bevor ich die Augen schließe, fällt mir abermals das Tor auf. Es wirkt nur irgendwie stiller als eben. Matter.
Und am Morgen, kurz nach dem Erwachen, ist es immer noch da.