Makulatur

Glück

Verfasst von metepsilonema am 23. Juni 2009

ist die Übereinstimmung von Ideal und Welt.

14 Antworten zu “Glück”

  1. willyam sagte

    Ich dachte, das sei Ruhe? Glück hingegen lebt doch von einem Überschuss … ?

    • Glück ist die Akzeptanz der Dinge wie sie sind (die Bejahung von dem, was ist) – sie könnten besser nicht sein. Ob das von Ruhe oder Überschuss gekennzeichnet ist, ist zweitrangig, und ich zumindest kenne beides.

      • willyam sagte

        ‘Bloße’ Übereinstimmung reicht m.E. noch nicht aus, um glücklich zu machen – das bin ich erst dann, wenn mein Sein meine vorgestellte, ersehnte, erhoffte Übereinstimmung von Ideal und Welt übertrifft.

        Vielleicht kann ich’s so begreiflich: Eine erreichte Übereinstimmung macht eine Situation ‘perfekt’ – aber erst das Erkennen der Perfektion kann sich zum ‘Glück’ steigern. -> Glück = über sich selbst hinausweisende Perfektion.

      • Zwei Dinge, die den Dissens vielleicht verringern:

        a) Ich meine keine Situationen in denen man von „Glück gehabt“ spricht, sondern länger anhaltendes (Lebens)glück (alternativ: glückliche Tage, Jahre etc.). Hier ist es m.E. sinnlos eine beständige über sich selbst hinauswachsende Perfektion zu fordern.

        b) Natürlich ist die Übereinstimmung keine erwartete, deshalb: Ideal (und ich wüsste auch nicht recht wie es über sich hinausgelangen sollte).

      • Lara sagte

        Ich finde, ihr sagt beide das Gleiche, deswegen hier noch ein weiterer Vorschlag ohne damit etwas Neues sagen zu wollen: Glück = wenn Perfektion keine Rolle mehr spielt.

  2. Lara sagte

    Eindeutig formuliert ist etwas anders, da deine Definition aus mindestens zwei sehr großen Begriffen besteht. Meine Lesart ist „Glück ist die gefühlte Übereinstimmung von Ideal und Sein.“ Da Ideal und Sein in meinen Begriffen Gegensätze darstellen wäre eben das Moment des Gefühls der Übereinstimmung der Moment des Glücks.

  3. Lara sagte

    Ich vergaß zu sagen: Gefällt mir.

  4. [...] (in Anlehnung an metepsilonema) [...]

  5. Köppnick sagte

    Glück ist eine ausreichende Menge bestimmter Neurotransmitter im Gehirn. Die Wege dahin sind verschieden. ;-)

    • Die Ausschüttrate müsste entweder eine bestimmte Zeit lang konstant sein, oder Strukturen verändern.

      Wenn die Wege verschieden sind, heißt das nicht, dass nicht ein allgemeines Prinzip dahinter stecken könnte.

      Und drittens helfen mir funktionale Erklärungen wenig, wenn ich wissen will, was ich tun muss, um glücklich zu sein (außer mir reichen „Neurotransmitterinjektionen“).

    • Köppnick sagte

      Hm, da habe ich doch ein schönes Fundstück für dich, Spektrum der Wissenschaft, November 2006, Artikel „Warum Mütter klüger sind“:

      Nicht einmal Kokain bringt Muttertieren größere Wohlgefühle: vor die Wahl gestellt, ziehen sie neugeborene Junge vor. … Als Ronald J. Gandelman von der Rutgers-Universität Rattenmüttern beibrachte, einen Hebel zu drücken, woraufhin jedes Mal noch ein Jungtier in den Käfig rutschte, waren die Tiere unermüdlich. Sie betätigten die Taste, bis es rundum von rosa-nackten kleinen Wesen wimmelte. … Möglicherweise bewirkt das Saugen an den Zitzen, dass kleine Mengen an Endorphinen auftreten, die dann gewissermaßen wie Opiate eine Art Drogeneffekt entwickeln.

      Man kann daraus für den Menschen vermutlich lernen, dass der beste Weg zum Glück darin besteht, sowohl die geistigen als auch die körperlichen Bedürfnisse angemessen zu befriedigen. Und bei Aufgaben, die man sich vornimmt, ist ein mittlerer Schwierigkeitsgrad wichtig. Nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Sonst kommt der Flow nicht zu dir.

      • Theoretisch betrachtet hast Du wohl recht. Ich fürchte nur, dass uns die Angemessenheit in unserem Wollen dazu allzu häufig fehlt. Und irgendwie möchte ich sagen: Gottseidank.

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