Makulatur

Archiv für die Kategorie ‘Vermischtes’

Vergebliche Hoffnung

Verfasst von metepsilonema am 14. Oktober 2009

In der Nacht,
dem Tode nahe -
Im Schweigen Erlösung.

Du blinzelst;
Gestalten fliehen, und
Schatten dem Licht -
Aber geschwiegen,
geschwiegen hast Du nicht.

(zweite Fassung, 01.11.2009)

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Abends.

Verfasst von metepsilonema am 28. August 2009

Fünfzehn Stockwerke über uns wäre man einer schüchternen Dissonanz begegnet, und trotzdem verglich man uns später mit einer Affenhorde, die die Nachbarn am liebsten durch die Staatsgewalt hätten bekämpfen lassen. Aber die trägt auch grün.

Payer hält. Wir lassen uns in die Sessel fallen, und atmen aus. Die Konferenzschaltung raubt den letzten Nerv. Endlich: Ein abgefälschter Freistoß – violett ist weiter, und wir wieder in Birmingham. Und sieben Minuten später, beinahe dasselbe. Wieder die Nummer sieben, wieder über die rechte Seite. Aber Young vertraut man nicht mehr. Und diesmal sitzt er, scharf und wuchtig. Aber das ändert nichts.

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Rodentia ad portas IV: Das leere Nest.

Verfasst von metepsilonema am 8. Juli 2009

Immer wieder versuchen wir auf drollige Art und Weise die Übellaunigkeiten unseres Daseins zu bewältigen. Wir überhöhen ihren Schaden, und deuten sie als Lehre, was uns zuzüglich der erwünschten psychischen Ausgeglichenheit auch noch Nutzen verspricht. Wir machen uns glauben, dass wir im Stande sind, aus Erfahrung zu lernen. Das solcherart beschwichtigend Dahingesagte – gerne sprechen wir vom Leben als dem besten aller Lehrmeister – könnten wir bedenkenlos auf den Müllhalden der Gemeinplätze entsorgen, ergäbe sich daraus nicht die Frage, warum wir gerade von diesem besten aller Lehrmeister, so wenig lernen.

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Im Regen.

Verfasst von metepsilonema am 22. Juni 2009

„Müde sind wir nicht wegen des Kampfes, sondern weil er zu einer Frage des Willens geworden ist.“ Tropfen fielen von seinem Haar; den Blick auf den Horizont gerichtet, fügte er hinzu: „Aufstehen, obwohl man nicht aufstehen muss.“

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Rodentia ad portas III: Rache! Oder: Der Versuch mit dem Angelhaken.

Verfasst von metepsilonema am 20. April 2009

Nicht die überbordende Kraft des Gefühls, sondern die sie sich dienstbar machende kalte Logik des Verstandes, gibt dem Wort Rache seinen unbarmherzigen Klang, und versetzt den Ausführenden in jene freudige Erregung, die die Süße eines schmelzenden Bonbons im Mund eines Kindes entfaltet. Der Rächer ist ein Gourmet, und das leer gebliebene Futterschälchen war nur der Anfang.

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Rodentia ad portas II: Die erste Fütterung.

Verfasst von metepsilonema am 28. März 2009

Die Schnurrhaare vibrierten als die Nase über den schwarzen Metallrand glitt und den stechenden Geruch des Schießpulvers ausfsog. Zu spät: In einem dreifachen salto mortale klatschte das graue Knäuel auf den Teppich. Seine Begleiterin erfasste die ausweglose Situation blitzschnell, und sprang mit gefletschten Zähnen auf mich zu. Aber ihr Vorhaben brach wenige Augenblicke später in sich, und sie auf dem Teppich zusammen. Ich knickte die Flinte und lud zwei Patronen nach. Irgendwo musste sich noch eine dritte Ratte verbergen, oder aber sie war nach dem Scheitern ihrer bepelzten Freunde so klug gewesen ihr Glück in der Weite zu suchen.

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Aus dem Tagebuch eines Schläfers*.

Verfasst von metepsilonema am 8. Februar 2009

Für KL

Ungeordnete Erinnerungen an die lästigen Wochen**

Während die rasch steigende Zahl an Eiskristallen meine Schnurrhaare in immer trauriger anmutenden Bögen herabhängen lässt, und gleichzeitig anmahnt, bald wieder in die Streu zu kriechen, bemächtigen sich die Rotbuchenschatten des vergangenen Sommers inmitten faulender Wurzeln, und matschiger Erde, noch einmal mit all ihrer Kraft meiner Erinnerung. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rodentia ad portas I: Vorahnungen.

Verfasst von metepsilonema am 27. Dezember 2008

Bleierne Schwere hatte sich nach verlassen der gastlichen Bleibe – ihr Hausherr meinte für heute genug verdient zu haben – an meine unschuldigen Sohlen geheftet, und versetzte jede Stufe über die ich zu meiner Wohnung hinauf schritt in eigentümliche Schwingungen, während ich damit beschäftigt war, das, was mein geistiges Auge narrte, in jenen unbedeutenden Winkel meiner Wahrnehmung abzudrängen, der ihm meines Erachtens nach zustand (eigentlich stand ihm gar keiner zu, aber meine Verhandlungsposition war denkbar schlecht). Unmittelbar nach dem Aufsperren – ich war im Begriff die Schwelle zu überschreiten – kroch die Schwere bis in meine Knie, und schlug Wurzeln: Ich durchflog mein kleines Vorzimmer, und landete mitten auf dem Küchenboden.

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De apibus brasiliensis: Die Tagebücher von Hans Christian Tilenauer

Verfasst von metepsilonema am 15. Februar 2008

Für LM

Hans Christian Tilenauer (1825-1870) war nicht nur einer der bedeutendsden Apidologen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sondern zugleich auch Zeichner, Ethnologe, Weltreisender und Schriftsteller.

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