Der Dialog oder die Notwendigkeit eines Zwischen

Im Mittelpunkt der folgenden Betrachtung soll der durch Stellvertreter geführte Dialog stehen, in dem diese eine sehr kleine Teilmenge der von den Auswirkungen des Dialogs Betroffenen, darstellen, also nicht mit ihnen ident sind: Um als (berechtigter) Stell­vertreter zu gelten, muss man durch die Betroffenen qua Amt, qua Wahl oder auf irgendeinem anderen Weg legitimiert worden sein; diese Legitimation wird immer von Einzelnen oder Gruppen in Frage gestellt werden, der Dialogs wird Angriffen ausgesetzt sein, gegen die sich die beteiligten Personen behaupten müssen; ihre Kraft erhält diese Behauptung aus der Notwendigkeit des Dialogs und der Nachteile (»Kosten«) die ein Scheitern oder Nichtzustandekommen bedeuten würden.

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Ostern

Und mit dem Licht kommt die Fröhlichkeit…

Das Wesen des Aphorismus’…

… liegt in Prägnanz und Geschlossenheit begründet.

Denken geht einher mit:

Selbstvergessenheit. [Das betrifft nicht nur die Umwelt in der wir uns gerade befinden, sich selbst zu vergessen, sich also von sich selbst wegbewegen zu können, zu abstrahieren, zu vergleichen, ist geradezu eine Grundvoraussetzung allen Denkens.]

Unmündige Aufklärer

Kinder wirken durch ihr (unbewusstes) Brechen, durch Missachten des längst internalisierten Regelments, unserer Automatismen, geradezu aufklärerisch: Man erkennt die Orientierungen seines Handelns am Widersprechenden, am eigentlich zu Korrigierenden.

Vom Nachäffen

Kant schrieb in einem seiner Aphorismen, dass das Nachahmen der “Leitfaden für das Genie” sei. “Aber eben” heißt dort es weiter: “nicht den Buchstaben und das Persönliche, sondern den Geist […] Das erstere heißt Nachäffen.“* Damit hat Kant in der Unkenntnis des Phänomens, aber in der Sache treffend, auch ein Urteil über das, was wir heute Selfie-Journalismus nennen, gesprochen.

*“Köche ohne Zunge”, Steidl Verlag, Göttingen, 2014, S 43

Denken und Handeln

Nachdenken bewirkt eine Veränderung des Bewusstseins, das wir von den Dingen, den Menschen, kurzum: der Welt, haben und langfristig verändert ebendieses unser Handeln: Damit löst sich die immer wieder diagnostizierte Diskrepanz zwischen Handeln und Denken mit der Zeit von selbst, so sie überhaupt existiert.

Rationalität bedeutet…

…(seine) Irrationalitäten sichtbar machen zu können.

Das unbefragt Hingenommene,

eigentlich: Angenommene, jene impliziten Teile unserer Sicht von Welt: Verflucht sollen sie sein, oder mehr noch: Unsere Unfähigkeit sie zu erkennen!

Der Islamische Staat: III. Archaische Gewalt?

Die Verbrechen des Islamischen Staats werden immer wieder als mittelalterliche Gewalt bezeichnet. Aber ist Gewalt nicht per se mittelalterlich, also archaisch? Das mag nicht zwingend innerhalb »der Moderne« gelten, aber vom Standpunkt einer Demokratie aus erscheint es als zutreffend (diskursorientierte Problemlösung, Gewaltmonopol und deren Trennung). — Gewalt als älteste, als »tierische« Form der Konfliktlösung, eine Art notwendiges Übel.

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