Jacques Monod: „Zufall und Notwendigkeit“

Jacques Monod legt anhand zentraler Erkenntnisse der modernen Biologie eine Angst frei, die uns alle, bewusst oder unbewusst, zeichnet. Sie entspringt dem Versagen unserer subjektiven Deutung der Welt, das wir auch als das Unbehagen an der Moderne kennen – und der Ursprung dieser Angst liegt, was überraschen mag, in der Evolution des Menschen begründet. Weiter auf Begleitschreiben.

16 Antworten zu “Jacques Monod: „Zufall und Notwendigkeit“

  1. Phorkyas 13. Dezember 2010 um 1:01 pm

    Bei mir gaert’s. Koennte sein, dass der Monod endlich das Fass zum ueberlaufen bringt (schon laenger arbeite ich mich ja an dem Thema ab, ohne wirklich von der Stelle gekommen zu sein – vielleicht erbringt es ja dieses Mal etwas).
    Vielen Dank auf jeden Fall fuer die Anregung, die dieser Aufsatz bringt! Die Antwort, da wahrscheinlich laenglich wird hoffentlich bald auf meinem Blog erscheinen..

      • Phorkyas 17. Dezember 2010 um 3:49 pm

        …nur leider etwas in Eile zusammengeschustert (wie auch die andere Uebersetzung – aber ich hatte Angst, dass ich es sonst wieder gar nicht hinbekommen wuerde). Ich weiss noch nicht, ob’s wirklich was taugt. – In die Diskussion wollte ich dann doch nicht eingreifen (ich hatte schon einen polemischen Kommentar geschrieben, diesen aber dann doch geloescht, da er sich zu sehr von eurer Diskussion entfernt,.. daher dachte ich sei es auch sinnvoller einen eigenen Eintrag zu verfassen)

      • metepsilonema 17. Dezember 2010 um 4:12 pm

        @phorkyas
        Wieso gar nicht hinbekommen würde?

        Die Idee eines eigenen Beitrags finde ich gut, vor allem ab einer bestimmten Länge bietet sich das an.

      • Phorkyas 20. Dezember 2010 um 4:14 pm

        Oft geht mir eine Idee zu einem Eintrag dann doch durch die Lappen, wenn ich sie nicht rechtzeitig notiere. – Meistens ist es vielleicht auch besser so. Hier haette ich die Einwuerfe doch noch etwas abhaengen lassen sollen, so muss ich wohl doch noch einen Eintrag auf Monod verwenden (und vielleicht mir dieses Buch doch auch mal zulegen) und werde erst spaeter zu Plessner kommen.

      • Der Alte im Meer 28. Juli 2011 um 4:14 pm

        Gerade bin ich von Ilya Prigogine auf Erich Jantsch und das folgende Zitat gestossen:
        >>Durch sein konsequent evolutorisches Weltbild, das – wie der Untertitel schon sagt – immerhin vom Urknall bis zur Bildung des menschlichen Geistes reicht, versuchte er auf der Basis der Selbstorganisation von komplexen Systemen einen „Gesamtsinn“ in der Entwicklung des Universums auf rein wissenschaftlicher Basis zu erkennen.

        Damit wollte er sich beispielsweise von Jacques Monods „sinnleerer Welt“ ausdrücklich distanzieren. In dem Buch Zufall und Notwendigkeit zieht Monod folgendes Fazit aus seinen Forschungen zur Genetik: „Wenn er diese Botschaft in ihrer vollen Bedeutung aufnimmt, dann muss der Mensch […] seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen. Er weiß nun, dass er seinen Platz wie ein Zigeuner am Rande des Universums hat, das für seine Musik taub ist und gleichgültig gegen seine Hoffnungen, Leiden oder Verbrechen. Der Mensch ist in der teilnahmslosen Unermesslichkeit des Universums allein, aus dem er zufällig hervortrat.“<<

        Ist nun etwas spät – aber ich habe da seit jeher einen Hang zu holistisch, systemtheoretischen Betrachtungsweisen, die (bzw. ihre Metaphern) erscheinen mir irgendwie.. wärmer, empathischer, lebensgerechter (gerade bei den Bilogen finde ich das schon teilweise befremdend wie sehr die sich dem mechanistisch-reduktionistischen Differentailkalkül anheimgeben…)

      • metepsilonema 28. Juli 2011 um 7:42 pm

        Ich kann mit systemischen Betrachtungen auch gut, aber Monod hat erstens etwas bei mir angeschlagen und zweitens, kenne ich selbst Momente von solch fundamentaler Sinnlosigkeit.

        Ich habe nicht nachgelesen, aber haben Maturana und Varela nicht ein wärmere, empathischere Sicht vertreten?

  2. Blogosoph 29. Juli 2011 um 10:10 am

    Schon.. (den Unterschied von organisch-anorganisch oder Mensch-Maschine schauen sie sich aber bei Leibniz ab… – und gerade musste ich lernen, dass auch schon dieses „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ auf Aristoteles zurückgeht)
    Leider bin ich beim Baum der Erkenntnis dann bei der Hälfte versackt,.. so wie ich gerade bei der Kritik der reinen Vernunf, dem Vonnegut und noch irgendwas versacke, das mir schon gar nicht einfällt.. und dann hat der Blogo mir ja auch noch diese Ästhetik von Adorno aufs Auge gedrückt. Vierzig Ocken. Ganz schön teuer solche Freunde…

  3. metepsilonema 29. Juli 2011 um 11:00 am

    .. und dann hat der Blogo mir ja auch noch diese Ästhetik von Adorno aufs Auge gedrückt.

    Ah, dir auch. Der Baum der Erkenntnis ist entweder schlecht übersetzt oder in einer umständlichen Sprache verfasst … ein interessantes Buch, dass es dem Leser unnötig schwer macht, m.E.

  4. Phorkyas 29. Juli 2011 um 11:18 am

    …ich könnts ja eigentlich auch im Original lesen – vielleicht wäre das besser.

    ich fand im Gegenteil die Aufmachung eher zu.. aufgemotzt kindisch-didaktisch. Dauernde Wiederholungen oder Kästen, die einem bedeuten sollen: hier wird jetzt noch einmal alles wichtige zusammengefasst. Zum Text dann noch Kommentare und Erläuterungen am Rand, die nur den Lesefluss stören oder verärgern? (Naja, so sind halt schon meine Idiosynkrasien,.. wahrscheinlich war´s nur gut gemeint..)
    (PS. Ich beziehe mich auf diese Ausgabe: http://www.amazon.de/Erkenntnis-biologischen-Wurzeln-menschlichen-Erkennens/dp/3442114608/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1311931078&sr=8-1 -ich weiß nicht ob es noch andere gibt)

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