Der Eilende…

…versucht den Augenblick zu überschreiten, obwohl es ihm unmöglich ist. Deshalb verliert er ihn.

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4 Antworten zu “Der Eilende…

  1. Mathies 18. September 2011 um 7:04 pm

    Das Geschriebene erscheint mit auf verschiedenen Ebenen widersprüchlich (Warum sollte zum Beispiel ein Eilender nicht in den Moment eintauchen können? Oder geht es um einen bestimmten Typ Eilenden?). Da es aber so wenige Worte sind, kann ich kaum sinnvoll Kritik üben, abgesehen von dem Hinweis, dass ich ein „zu“ hinter „Augenblick“ vermisse.

    • metepsilonema 18. September 2011 um 9:13 pm

      Danke, habe das „zu“ eingefügt. Der Eilende als Bild für jemanden der, vor allem zeitlich gesehen, nicht dort sein will wo er ist: Er sieht sich schon weiter, fühlt aber im selben Moment, dass er es noch nicht ist (er ist unfähig das Jetzt zu akzeptieren). Jeder kennt das aus der Warteschlange an der Supermarktkassa oder hektischen Situationen („ich hoffe ich schaffe es rechtzeitig“) – man möchte, meint weiter sein zu müssen als man ist. Interessanter wird es, wenn man diesen „Bewusstseinszustand“ als einen für die Moderne typischen und durch sie verursachten auffasst. Ist es nicht so: Strampeln wir nicht all zu oft, obwohl uns ein wenig Gelassenheit besser zu Gesicht stünde. Und warum strampeln wir eigentlich?

      • Mathies 19. September 2011 um 7:09 pm

        Danke für die Erläuterungen. Gerade für den städtischen Verkehr kann ich das gut nachvollziehen. Etwas mehr Gelassenheit würde nicht schaden. Die menschliche Psyche geht manchmal seltsame Wege …

      • metepsilonema 20. September 2011 um 9:00 pm

        Ja, aber ich sehe es als kennzeichnend für unser gesamtes Tun und Handeln an, nicht für bestimmte Situationen oder auch Gefühlsregungen. — Es zeigt sich, wie oben schon angesprochen, gerade dort wo wir nichts zu tun haben: Wir ertragen das vielfach gar nicht. Man könnte sagen, dass wir zu wenig im Moment leben und viel eher immer etwas Zukünftiges im Blick haben (und uns darauf zu bewegen — deswegen auch der Eindruck, dass uns die Zeit davon läuft, dass wir viel tun, aber wenig weiter bringen).

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