Bernards Schrei

Ein Schrei, mein Schrei wird mir bringen, was nicht durch das Meine ist. Diese
Worte fuhren in Bernards Kopf herum, wirbelten durcheinander, bildeten,
mit anderen gemeinsam, verschiedenste Kombinationen, offensichtlich sinnlose
und solche die es weniger waren, setzten sich fest und lösten sich wieder,
nur um erneut ihren Platz zu beanspruchen. Bernard wusste nicht woher sie
kamen, doch sie waren da, wühlten ihn auf und trotz ihrer Inkongruenz und
Unverlässlichkeit verstand er was sie zu sagen hatten, was er zu sich selbst
sagte, was sich aus dem Unbewussten in die Form der Sprache ausgoss. Ohne
dass es ihm jemand befohlen hatte, nicht einmal er selbst, versuchte sein Körper
alles, was ihm an Macht und Kraft zur Verfügung stand, in die Formung
eines Schreis zu stecken, sich mit allen Mitteln bemerkbar zu machen und
doch schwieg er und bemühte keine Geste: Bernard schrie und nichts regte
sich.

Weiter auf Begleitschreiben.

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