Ordnung und Chaos in der Musik

Die Dialektik von Ordnung und Chaos, von Verstand und Gefühl, von Zivilisation und Barbarei offenbart sich in der Musik als eine Spannung, die in jedem Takt auf das Neue hervortritt, gelingt es dem Interpreten sie herauszuarbeiten, sich an sie heranzutasten: –- Dann ist Musik niemals entspannend, ja sie bewegt sich an dem Punkt mit der höchsten Spannung überhaupt, im darüber hinaus und im gerade noch nicht: In jedem Takt bekommen die Mauern der Ordnung Risse, verbeult sich die mathematische Struktur, aber dieser Moment bleibt erhalten, wird ewig für die Dauer des Stücks, der Widerstreit und die Kräfte wirksam.

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