Berufung und Beruf

Unsere lebensnotwendigen Bedürfnisse zwingen uns einen Beruf zu ergreifen. Darüber hinaus tragen wir den Wunsch nach einer positiven Lebensgestaltung in uns: Sinn, Bedeutung, Glück und Erfüllung treten hervor, wo unsere Vorstellungen mit der Realität zusammen fallen, wir das tun, mit dem wir übereinstimmen. Zwei existenzielle Grundtendenzen, also.

Wir fühlen uns berufen. Dieses eigenartige Wort deutet darauf hin: Irgendjemand ruft uns zu: Das, was du gerade tust, ist deines! Wir erkennen, spüren, wenn wir uns nach innen wenden, wozu wir berufen sind: Wir geben uns die Antwort, in einem Akt von Freiheit und Unfreiheit, selbst.

Beruf und Berufung können zusammenfallen und beide Bedürftigkeiten erhalten so eine gemeinsame Antwort. Der Beruf kann aber auch die Basis für eine Berufung bilden — die Antworten werden getrennt gegeben. Die zweite Lösung hat möglicherweise den Vorteil, dass sich die Berufung nicht mit der Erfüllung der fundamentalen Bedürfnisse im Zweifelsfall gemein machen muss; die erste stellt der Berufung sicherlich mehr Zeit zur Verfügung. Beide bringen das Problem des Verkaufs seiner selbst mit sich: Die erste als Möglichkeit, die zweite als Realität (allerdings gilt es hier die weiteren Rahmenbedingungen zu beachten).

[Nachtrag:

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