Unser Leben ist Rausch

und Drang, im Schatten von Gier und Begierde: Es gelangt nur dort zu sich selbst und alles von Wert, alle Ziele, ergeben sich daraus.

Stille und Überfülle, Erhalt und Zusammenbruch, be- und entgrenzen, sind Diener und Gebieter, gleichermaßen.

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14 Antworten zu “Unser Leben ist Rausch

  1. blogozentriker 9. April 2012 um 12:37 am

    Ramsch und Zwang ist es aber auch, oder?

    • metepsilonema 9. April 2012 um 7:28 pm

      Aber ja. Selbst gesetzter Zwang, der den man manchmal braucht und fremder, welcher sich hoffentlich in Grenzen halten lässt.

      Den Ramsch kann man vielleicht entramschen, will sagen in ein anderes Licht setzen oder umgehen — hängt der Ramsch nicht sehr von uns selbst ab?

  2. der blogozentriker 11. April 2012 um 12:26 am

    In der Dialektik von Rausch und Ramsch, Zwang und Drang sowohl geborgen als auch gefangen, vielleicht, oder?

  3. blogozentriker 11. April 2012 um 8:42 pm

    Meinte ich, vielleicht, auch. Aber manchmal hält Zwang uns eher auf Trab als lustvoller Drang?

  4. blogozentriker 12. April 2012 um 1:25 am

    Dann wäre Lust also eine Umdeutung des Zwangs? Ich bin am Leben, was per se keine besonders erfreuliche Sache ist; dann entsteht aber als Gegengewicht eine Lust in mir, ein Urvertrauen, ein Spaß an der Sache — am Atmen, am Schlucken, am Ausscheiden. Und indem ich die Last zur Lust umdeute, bin ich Mensch. Daher kommt übrigens wohl auch unser Missverhältnis zur Realität, unsere Unfähigkeit zum vernünftigen Denken, wie die Aufklärer es als Ideal hingeschnitzt haben. Das passt einfach nicht zu unserer conditio. Wirklich vernünftig wäre vermutlich der Selbstmord. Das wäre das sofortige Abstellen der Körperfunktionen. Aber aus irgendeinem Grunde sollen wir das ja nicht; und was haben wir nicht alles erfunden, um diesen unlogischen, dunklen Zwang zu maskieren und zu erklären!

    • metepsilonema 12. April 2012 um 8:16 pm

      Na, nicht einmal Schopenhauer wollte so weit gehen. Leben oder besser: unsere conditio, bedeutet sich für eine Deutung ohne Sicherheit entscheiden zu müssen, implizit oder explizit. Alles andere ergibt sich darum herum (Zwang, Glück Unglück, Lust,…).

      Ich meinte mit notwendigem Zwang z.B. ein Überwinden eigener Faulheit oder Trägheit um einer Sache oder Tätigkeit willen (z.B. eine die man gerne tut und noch besser können will).

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