Links als verneinende und

rechts als bejahende Kraft: des Selbst, des Wir, als grundsätzliche Tendenz und politische Verortung. Vielleicht ergeben die alten Kategorien so wieder (oder: noch immer) Sinn.

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3 Antworten zu “Links als verneinende und

  1. snoopylife 2. September 2013 um 8:47 am

    Verstehe ich nicht. (OK, was anderes kann ich ja nicht schreiben, ohne politisch verortet zu werden ;-) ) Wenn Rechte in Hellersdorf Flüchtlinge vertreiben wollen, sind sie dann für ein „Wir“? Sind sie dann eine bejahende Kraft? — Die Kategorien „links“ und „rechts“ sind überflüssig, finde ich.

    • metepsilonema 3. September 2013 um 9:04 am

      Kategorien und Definitionen sind wandel- und verhandelbar, im Sinne neuer Erkenntnisse und Überlegungen und auch hinsichtlich des Gesprächspartners. — Grobe Einordnung, Einschätzung, Orientierung ermöglichen sie noch (für mich jedenfalls; richtig ist, dass sie als absolute politische Barrieren überwunden sind).

      Ein „Ich“ oder „Wir“: gefühlt, erlebt, empfunden, emphatisch, verbal als Volk, Nation, Gemeinschaft artikuliert, finde ich viel häufiger und deutlicher auf der Rechten als auf der Linken (gut, die Nation auch auf der Linken; aber fast immer auch international orientiert; die Rechte tendiert zur Vereinzelung, die Linke zu einer Gemeinschaft aller Menschen, die allerdings abstrakter ist, also weniger unmittelbar und intuitiv). Die Linke scheint mir öfter, kritisch gegen das empfundene „Selbst“ oder „Wir“ gerichtet, es dekonstruierend, während die Rechte dagegen hält. Verblendung (Narzissmus) und Selbsthass wären die Extreme.

      Wenn jemand Flüchtlinge vertreiben will, dann womöglich, weil sie deren Fremdheit als Bedrohung ihres Selbst oder ihrer Gemeinschaft erleben.

      • Phorky 5. September 2013 um 8:15 am

        Mich faszinieren solche Wortbasteleien ja auch; das Wortfeld zu ergruenden, den (persoenlichen) Assoziatioenn nachspueren, moegliche Metaphern von links nach rechts wenden.
        Hier changiert das auch wieder aufs Beste: Den einen Moment denke ich: Ne das ist doch Unsinn, viel zu allgemein, „rinks“ und „lechts“ das gbit es doch gar nicht, und es noetigt mich fast meinen eigenen Senf dazuzugeben, dann erscheint es schon wieder passend.
        (Ich dachte kuerzlich auch an so eine Unterscheidung jedoch in etwas anderer Richtung: mir war aufgefallen, dass man vielleicht auch eine Vielzahl der Dystopien als „links“ auffassen kann, gewissermassen, die Angst und das Misstrauen vor einem totalitaeren Staat, Ueberwachung, Kontrolle..
        Hmm.. 99% aller Science Fiction waere das. Nein, ich glaube, da hat mich dieser Artikel nur in die Irre gefuehrt, das Urteil dort, dies sei linker Science Fiction wollte ich urspruenglich ja auch gar nicht zustimmen: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/video-filmkritiken/elysium-filmkritik-die-da-oben-faz-video-filmkritiken-12528853.html )

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