Auf der anderen Seite

Menschen, begann Guntram, der die knappen Verbeugungen seiner Gäste mit einer raschen Handbewegung erwidert hatte: Wilde Menschen!, rief er und verlor einen Augenblick seine Beherrschung: in den Wäldern, sagte der Herr der nördlichen Mark ruhiger: von jenseits des grauen Flusses: Seine Ratgeber und Vertrauten erstarrten: Sie schüttelten langsam und ungläubig die Köpfe, fuhren durch ihr Haar und schoben die Ringe an ihren Fingern auf und ab, als ob es die einzigen Angelegenheiten von Belang wären, eine Welt, auf die man sich hätte zurückziehen können: Wenig später erfüllte ein unruhiges Flüstern den Raum, bis Guntrams Hand, plötzlich!, mit gespreizten Fingern in die Höhe schnellte, Ruhe und Aufmerksamkeit fordernd:

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48 Antworten zu “Auf der anderen Seite

  1. Gregor Keuschnig 10. September 2013 um 8:40 am

    Ich bin zunächst einmal ratlos.

  2. phorkyas 10. September 2013 um 6:16 pm

    Ich auch. Das faengt schon bei der Einordnung der Textgattung an. Liest sich vom Setting zunaechst fast wie ein Rollenspieltext; ein Team, eine Quest (weckte auch ein paar Assoziationen zu „Siedler“)…
    Aber dann laeuft das alles ins Leere: Auf der anderen Seite ist einfach: nichts. Kein Abenteuer, keine wilden Menschen.
    Irgendwie war ich ja versucht, die andere Seite als Metapher aufzufassen fuer eine Grenzueberschreitung… Nur was heisst das nun, dass dieser Horizonterweiterungsversuch fruchtlos bleibt, ins Leere geht?

  3. Gregor Keuschnig 10. September 2013 um 7:57 pm

    [Kommentar auf Wunsch des Autors gelöscht.]

    • phorkyas 11. September 2013 um 2:34 pm

      (Ich hätte schwören können, dass es in diesem Text damals auch schon einen kreisenden Trinkbecher gegeben hatte – dachte schon, das wäre so ein durchgängiges Motiv, wie bei Dr. Roman Frost der Typ, den die Fahrt die seine Philippika aufnimmt schließlich einen Tisch besteigen lässt – aber da hab‘ ich mich vertan.)
      @ohneeinander: Ja, die Beschreibungen der imaginierten Landschaft haben mir auch sehr gefallen. Besonders z.B. auch die Beschreibung der Köhler und ihrer Eigenheiten. (Ich musste ein wenig an die Köhler aus Frischs Öderland denken.) Ähnlich fand ich die Charakterzeichnung der vier Leute etwas dünn, vielleicht waren es einfach zu viele, um in der Kürze etwas herauszuarbeiten.

      • ohneeinander 11. September 2013 um 3:13 pm

        Ich vergaß zu erwähnen, dass metes Geschichte viel Freiraum für Interpretationen läßt. Das macht die Sache umso spannender. Mir hat die Beschreibung der Frau gefallen. War sie auch Köhlerin? Die mit der Asche im Haar. Das ist ein Bild was sich einprägt, weil es klar und eindeutig ist.

        • Gregor Keuschnig 12. September 2013 um 12:25 pm

          [Kommentar auf Wunsch des Autors gelöscht.]

          • ohneeinander 12. September 2013 um 1:41 pm

            Sie mögen also nur eine Erklärung (womöglich auch nur Ihre eigene) und sind nicht daran interessiert, wie andere Leser metes Geschichte interpretieren?

            • Gregor Keuschnig 12. September 2013 um 3:41 pm

              [Kommentar auf Wunsch des Autors gelöscht.]

              • ohneeinander 12. September 2013 um 11:42 pm

                Jemand der gut schreiben kann, muss noch lange kein guter Geschichtenschreiber oder Erzähler sein. Als ich die Geschichte las, machte weder die Sprache noch die Geschichte einen gekünstelten oder gequälten Eindruck auf mich. Der Sprachstil verleiht der Geschichte einen sehr hohen Grad an Authentizität. Das gefällt mir besonders gut. Liest man die Geschichte, weiß man im ersten Augenblick gar nicht so richtig wo man sich bewegt. Ich fühlte mich auf der Grenze zwischen Phantasie und Realität. Im Verlauf der Geschichte tauchen Textpassagen auf, die einer Wiederholung gleichen. Das wirkt ermüdend, schmälert aber nicht die Kunst des Erzählens. Handlungstränge die auf der Strecke bleiben und viele Figuren, die keine Figuren sind, müssten Sie lieber Herr Keuschnig an „Mein Jahr in derNiemandsbucht“erinnern. Oder etwa nicht? mete verleiht seiner Geschichte damit eine andere Gewichtung. Es ging ihm möglicherweise gerade eben nicht darum Charaktere zu beschreiben. Die Wölfe finde ich eher mystisch, als actionlastig. Vll hat das ganze Thema einen religiösen Hintergrund. Ich weiß es nicht, dazu kenne ich den Autor zu wenig oder überhaupt nicht? Zuviel versucht der Autor nicht. Er wagt und kann dadurch nur gewinnen. Leser und möglicherweise den damit verbundenen Erfolg.

                Ps. Intelligenz wirkt in der Literatur störend und zersetzend. Wenn alle Figuren gleich intelligent reden und skizziert sind, dann ist etwas schief gelaufen. Der Autor befindet sich fern ab der Realität.

              • pathoblogus 23. September 2013 um 12:00 pm

                Wenn du im Zusammenhang mit deinem Handkewahnsinn noch von Meisterhaftigkeit und Poetik sprechen würdest, dann wäre das auch wirklich schon zu viel.

                Aber klar, ich verstehe schon… die Zehen von Meister Fuske sind nicht manierlich. Für sowas hast du kein Sensorium, bist dafür unmusikalisch, wendest dich total davon ab, denkend, idiotisch, bilderlos.

                • pathoblogus 23. September 2013 um 12:16 pm

                  Es ist natürlich ein gravierender Unterschied ob man Fusske oder Fußke sagt. Oder Fuske so wie Mus.

                  Der Gregor ist doch aber ein Fusskemensch oder? Gell Gregor? Fusss Fusss Fusss

                  • metepsilonema 24. September 2013 um 9:26 am

                    Wer Sätze wie ,,Wenn Hass und Neider Dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen!” zum Schutz Goethes aus Kommentaren auf seinem Blog streicht, möge diese Standards an anderen Orten ebenso gewährleisten.

                    Ich mag Kommentarlöschungen und -beschneidungen eigentlich nicht und habe, Spam ausgenommen, in den letzten sechs Jahren einen einzigen Kommentar gelöscht. Ich würde das gerne weiterhin so halten können. Danke.

                    Kommentare ad hominem werden in Zukunft ausnahmslos gelöscht.

  4. ohneeinander 11. September 2013 um 9:56 am

    So eine schöne klare und saubere Sprache. Das gefällt mir. Sehr sogar. In der Geschichte tauchen eindrucksvolle und phantastische Beschreibungen auf. Es entstehen Bilder, will sagen der Autor malt einen Text.
    Stellenweise wirkt die Geschichte etwas ermüdend, weil einfach zu viel erzählt wird. Man verliert das Thema aus den Augen. Charakterliche Unterschiede der Figuren könnten mehr herausgestellt werden. Sonst wirken Sie auf mich wie eine Einheitssoße.
    Ich finde das „Experiment“ gelungen. mete hat etwas gewagt und seiner Phanatsie frei laufen gelassen, ohne den Text intellektuell zu verkomplizieren. Toll.

    • ohneeinander 11. September 2013 um 10:04 am

      Entschuldigung, es muss heißen „seiner Phantasie freien Lauf gelassen“.

      • phorkyas 16. September 2013 um 2:11 pm

        Dieser freie Lauf ist so frei aber auch nicht immer. Natürlich könnte ich mich vor ein leeres Blatt Papier setzen und sagen: So jetzt erfinde ich meine eigene Welt in der die Lebewesen gasförmig sind und per Go-Stellungen telepathisch kommunizieren.. aber meist landet man dann doch bei etwas antropomorpheren Formen und recht irdischen Gefilden.
        (Ich habe mich mal mit einer unterhalten, die ihren über 1000-seitigen Fantasy-Roman zu Ende gebracht hatte; so frei schien das gar nicht, eher festen Regeln folgend, z.B. wählt man ein eigenes Magiekonzept, und jedes Kapitel wurde vorher mit Exposé sauber strukturiert. Mein flüchtiger Eindruck von der Rollenspielwelt war auch dass gerade die Tolkien-Welt dort einen schon fast erdrückenden Einfluss hat.
        Was mich hier daran gemahnte, waren vor allen Dingen die ausufernden Geländebeschreibungen – bei Tolkien marschieren die da ja durchaus auch mal ein paar hundert Seiten lang bis zum nächsten Ereignis. Dieser Wolfsüberfall war dann auch wie ein kleines Vorspiel zu dem eigentlichen großen Abenteuer, wenn die Heldentruppe auf die andere Seite gelangen würde, nur dass diese Erwartungen hier natürlich böse ins Leere liefen. Statt Abenteuer blieb nur Landschaft und sinnbetäubende Dämpfe.
        Das wird schon Absicht sein, aber die erschließt sich mir noch nicht ganz.)

        • ohneeinander 16. September 2013 um 2:56 pm

          Ich glaube nicht, dass mete etwas dem Zufall überlässt. Für mich ist „Auf der anderen Seite“ eine postmoderne Geschichte. Du kannst deine eigene Welt erfinden, warum nicht. Wenn deine Sprache es schafft, den Leser davon zu überzeugen, dass die Lebewesen gasförmig sind, dann gelingt dir ein ganz großer Wurf. Wichtig ist dabei nur, dass der Leser sich nicht manipuliert oder betrogen fühlt. „Auf der anderen Seite“ wirkt auf mich nicht strukturiert. Vll ist es metes Absicht, dass sich der Leser selbst das Geschehen konstruieren muss.

          • phorkyas 16. September 2013 um 5:31 pm

            „Postmodern“, so eine Beschimpfung hat der Autor aber nicht verdient. (Im Ernst würde mich interessieren, was daran postmodern sein soll; die Kettenhemden? Also da ist Don Quichote deutlich postmoderner.)
            Natürlich kann ich meine eigene Welt erfinden, aber wenn sie von einem künstlerischen Wert sein soll, oder für andere begehbar, so muss ich schon Anknüpfungspunkte mit anderen Texten, Mythen, Stoffen, Legenden schaffen. Das schränkt die scheinbar unendliche Schaffensfreiheit doch deutlich ein. Vor dem ersten Satz, dem ersten Wort, da kann noch alles geschehen, aber steht das erstmal da, dann wird und muss sich alles herum langsam materialisieren.
            So ähnlich ging es mir zumindest in den ersten Abschnitten, wo ich mich erst langsam orientieren musste: was sind das für Leute, welche Zeit könnte das sein etc.

            Und strukturiert ist der Text doch sehr.

            • ohneeinander 16. September 2013 um 6:23 pm

              Die wordpress App hat meinen Text verschlungen. Ich kann den jetzt nicht noch mal schreiben. Ich schreibe morgen meine Strafrecht Klausur und muss noch lernen. Ich bitte um etwas Geduld hinsichtlich meiner Antwort.

              • phorkyas 16. September 2013 um 10:34 pm

                (Viel Erfolg!)

                • ohneeinander 23. September 2013 um 9:03 am

                  Postmodern ist Angst und Schrecken der Kritiker, stimmt’s phorky?
                  Also, warum ist metes Geschichte postmodern:
                  – das Geschehen muss vom Leser rekonstruiert werden
                  – die Figuren sind charakterlos, der Leser kann sich deshalb nicht mit ihnen identifizieren
                  – die Handlung spielt in einer Zeit und an einem Ort, die der Leser nicht kennt
                  Postmoderne Texte haben Anknüpfungspunkte an Mythen und Legenden und charakteristisch für postmoderne Literatur ist doch auch, die Herausstellung, dass es nichts gibt, worüber noch nicht geschrieben wurde. Deshalb kommt es in einem guten Roman nicht auf das was sondern auf das wie an. Du kannst dich nur dann von der breiten Masse der Schriftstellerei abheben, wenn es dir gelingt eine Sprache zu wählen, die dem Leser einfach besser gefällt, als in der Geschichte zuvor. mete ist das gelungen. Viele Autoren überschätzen sich, indem sie krampfhaft versuchen neue Geschichten zu erfinden. Darüber hinaus vergessen sie eine Sprache zu wählen, die der Leser noch nicht kennt.

                  • Phorky 23. September 2013 um 10:27 pm

                    Angst und Schrecken der Leser wahrscheinlich (weil sie wissen sie kriegen wieder irgendnen unverständlichen Murks zur Speise), die Kritiker werfen doch mit diesem Adjektiv um sich, dass es alles und nichts bedeutet, würd ich meinen. Auch wenn ich mal behauptet habe, die Postmoderne gäbe es nicht, so habe ich doch schon einiges gelesen, was darunter rubriziert wird. Einige zeitlang las ich z.B. fast alles von Paul Auster, dann Schlafes Bruder und kürzlich Aléas Ich – aha, Vonnegut und Borges zählt man auch noch dazu.
                    Wenn man sich diese Breite an Texten anschaut, die darunter gerechnet werden, sieht man schon, wie labbelig der Gattungsbegriff wohl werden muss. Ich versuchs trotzdem mal – was literarisch postmodern is, könnte folgende Merkmale aufweisen: Es sieht sich selbst vorrangig als Text – verzichtet also möglicherweise auf Illusionswirkung bzw. durchbricht diese z.B. mit metafiktionalen Elementen und arbeitet viel mit intertextuellen Bezügen.
                    Das sehe ich hier alles nicht.
                    Dein erster Punkt gilt m.E. nach für jeden fiktionalen Text. Der zweite ist hat nichts mit Postmoderne zu tun, denn dann fielen z.B. auch Allegorien oder Märchen darunter, oder Texte wo es eher Typen oder Klischees denn Charaktere gibt. Punkt 3 gilt z.B. auch für Märchen oder Fantasy.

                    • ohneeinander 24. September 2013 um 9:35 am

                      Thomas Pynchon und Italo Calvino sind postmodernen Autoren. Wer die liest, weiß schon worauf er sich einläßt. Den Inhalt der Bücher dann als Murks zu bezeichnen, wäre einfältig. Meiner Meinung nach benutzen Literaturkritiker/Interpreten „postmodern“ immer dann, wenn sie Irritationen ausgesetzt sind. Na ja, Herrn Heck als postmodernen Autor einzustufen finde ich ziemlich vermessen, aber gut es soll auch Leute geben, die die Werke von Peter Stamm als postmodern betrachten. Am Ende definieren wir, lieber phorky, postmodern unterschiedlich. Jeder sucht sich aus den Definitionsbruchstücken das heraus, was am geeignesten erscheint, um metes Geschichte als postmodern oder nicht postmodern einzustufen. Postmoderne Literatur trägt nicht die gleichen Merkmale wie Märchen, historische Romane oder Fantasy. Diese Kategorien sind abgewirtschaftet. Das erkannten Pynchon, Calvino und jetzt auch mete.

                    • pathoblogus 24. September 2013 um 10:42 am

                      Bezugnehmend auf die schwammige Ausgangslage, in der der Begriff entstanden ist (–> Lyotard, der heutzutage – vielleicht rechtmäßig – nicht mehr wirklich wahrgenommen wird), ist das Konzept der Postmoderne schon sehr stark verbunden mit dem, was man das Ende der „großen Erzählungen“ nennt. Damit sind im politischen Sinn sowohl die angeblich gescheiterten Ismen gemeint gewesen (ob das so ist oder nicht, weiß ich nicht), als auch – jetzt rein auf Literatur bezogen – die Konsistenz des Textes. An einer Stelle – und wirklich nur an EINER Stelle – bedeutet das, dass Spannungselemente, Zeitzusammenhänge, Bedeutungszusammenhänge, Handlungskonventionen aufgebrochen werden. Das äußert sich dann zum Beispiel darin, dass Autoren ellenlange Geschichten in Geschichten schreiben, Textgattungen vermischen (z.B. Fachtexte mit Romantexten) und z.B. Metatexte einbauen (die Erzählebene ist im Werk selbst abwechselnd, sich selbst kommentierend usw.). Da spielen auch sehr viele Bezugspunkte auf die Philosophie mit hinein (v.a. Sprachphilosophie), was unter anderem Kritik an einem „metaphysischen“ Realitätsbezug in die Texte hineinbringt (ob das wirklich explizit von den Autoren so verstanden ist, oder ob man das einfach als Programmatik von oben auf die Texte setzt, kann man so nicht sagen). Da kommt es dann zu so überstrapazierten Sätzen wie: „Die Sprache beschreibt die Welt nicht. Die Sprache schreibt die Welt“.

                      Man kommt da dann natürlich irgendwie auch zu Konzepten, die man aus einer „metaphysischen“ Position (also aus einer Position, die von „Vertretern“ der Postmoderne – wer auch immer das ist – so genannt werden) als Realitätsflucht bezeichnen würde. Phantastische Texte haben mit dieser Konzeption eines gekappten Bezugs zur Realität gemein, dass sie sich schon immer in erfundenen Welten (ohne offensichtlichen Realitätsbezug) abgespielt haben. Davon sollte man sich aber nicht dazu verleiten lassen, diese Dinge gleichzusetzen. Fantasytexte oder mythorealistische arbeiten/arbeiteten fast immer mit ziemlich konventionellen Werten und Absichten. Wenn in einem Hohlbeintext Ruhm und Ehre gefeiert wird, dann hat das nichts mit Postmoderne zu tun, weil die Konzepte einem eher rückständigen Weltbild in absolut affirmativer Weise entnommen sind und dann einfach in ein Kryptomittelalter eingebettet werden. Das hat, so schwammig der Begriff der Postmoderne auch ist, in der Regel nichts mit Postmoderne zu tun.

                      Die Verbindung zur Postmoderne könnte man da vielleilcht am ehesten noch auf politischer Ebene ziehen: eine Beliebigkeit im Umgang mit den Weltbildern. Auf der Textebene spielt sich das ja meistens ziemlich konventionell ab. Vielleicht bringt man das auf den Satz: Ein Hohlbein kann affirmativ Ruhm und Ehre zelebrieren, weil der Umgang mit Weltbildern beliebig ist.

                      Ein postmoderner Roman oder Text würde sich aus diesem Beliebigkeitsangebot nicht ein Weltbild aussuchen, das er dann als tragfähig inszeniert. Eher würde er die Brüchigkeit und Beliebigkeit auf der Textebene noch einmal darstellen (abbilden?? nachvollziehen?? repräsentieren?? kopieren?? –> schwierig dafür ein Wort zu finden, ohne in einen Widerspruch zu geraten)

                      Ich für meinen Teil finde den Text schrecklich. Wäre er halbwegs gut geschrieben, würde er mich an Ernst Jünger erinnern. Zwanghaft hinausgeschobene Absicht um einen mythischen und bedeutungsschwangeren Unterton zu schaffen. (@metepsilonema: hoffentlich fasst du das nicht als einen „Kommentar ad hominem“ auf, das ist nämlich meine ehrliche Meinung, ganz unabhängig davon, ob ich dich beleidigen will oder nicht)

                    • pathoblogus 24. September 2013 um 10:46 am

                      Um vielleicht einen ganz ordentlichen postmodernen Autoren zu nennen: der Blogozentriker.

                    • Phorky 24. September 2013 um 10:58 am

                      Wahrlich. Der Blogozentriker ist sogar tot.

                    • Phorky 24. September 2013 um 11:09 am

                      @ohneei: Ich habe postmodern nicht als Murks bezeichnet, auch wenn mir Aléas Ich z.B. überhaupt nicht gefallen hat. Wenn du unsere so unterschiedlichen Auffassungen von postmodern einfach nebeneinander stehen lassen willst, so ist das zwar wahrlich postmodern, aber sachlich nicht ganz richtig, meine ich, weil der vorliegende Text zwar vielleicht mehr literarischen Anspruch als ein Hohlbein-Text hat, aber ebensowenig postmodern ist wie dieser – wohingegen Aléas Ich deutlich darunter fällt.

                    • metepsilonema 24. September 2013 um 1:29 pm

                      Lieber patho, ich meine wir wissen beide was ad hominem bedeutet; ein schrecklicher Text ist ein schrecklicher Text; eine schreckliche Person eine ebensolche; beides ist im Regelfall zu begründen, Ausrutscher passieren … ich treffe an vielen Orten auf einen Ton, der ein respektvolles Gespräch verunmöglicht, ich möchte das hier nicht auch noch haben. Ich schätze Deine Kommentare im Allgemeinen und habe kein Problem damit, wenn jemand meine Text als schlecht bezeichnet (natürlich ist das nicht angenehm, aber ich kann daraus lernen). Ich hoffe, dass das soweit nachvollziehbar ist.

                    • pathoblogus 24. September 2013 um 2:01 pm

                      Also ich weiß nicht was „ad hominem“ in unserem Fall bedeuten soll. Ich kenne von Gregor Keuschnig nur die Textgestalt, und sogar der Name ist eine Bezugnahme auf einen Autor, der nur so vor „Meisterhaftigkeit“, „Poetik“ und „Pathos“ trieft. Bezogen auf die Texte, die man von Keuschnig kennt, und mehr kann ich da nicht sagen, ist meine Äußerung durchaus treffend und was die Fußgeschichte betrifft, hat das sogar beinahe Zitatcharakter, weil von Ihm selbst in Keuschnigs Blog und seinen Mitschreibern (???) vorgegeben. Dass ich mir aus seiner Textgestalt ein physisches Bild zeichne und lautmalerische SSSSSSS-Bilder vorstelle, wird doch wohl noch erlaubt sein….

                      weiters weiß ich nicht, welchen Goethe es hier – bezüglich der Erwähnung meines Zensurvorgehens – zu verteidigen gäbe? Wenn es etwas zu Zensieren gibt, dann sollte man daraus keinen Dialog machen und auch keinen solchen inszenieren. Würde ich auch nicht machen – tue ich auch nicht, für derlei Selbstgerechtigkeiten bin ich zu unfair.

                      Ich empfinde das als Überspanntheit, die ich nur als Wirkung irgendeines Bezugs lesen kann, den du zu Keuschnig hast.

                    • metepsilonema 24. September 2013 um 7:30 pm

                      Wenn hier jemand, um ein Beispiel anzuführen, eine Person x unbedingt als Dummkopf bezeichnen muss, dann erwarte ich eine Begründung, ansonsten werden solche Kommentare gelöscht. Ich sehe keinen Nutzen darin, andere verletzen (oder treffen) zu wollen, das hat mit Gregor im Speziellen überhaupt nichts zu tun, sondern mit meinen eigenen Empfindlichkeiten und diesbezüglichen Erfahrungen.

                    • pathoblogus 25. September 2013 um 10:46 am

                      Ich finde solche Rechtfertigungen sonst eigentlich fad, aber ich glaube, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Das einzige Wort, das auch nur entfernt an eine Beschimpfung herankommt, wäre das „idiotisch“, mit dem ich auf Keuschnigs Formelsprachenpose reagiert habe.

                      Zitat: „Ich bin nur nicht an Formelsprache interessiert. Ich weiß, das ist eine Schwäche. Mit Formulierungen wie “spannend” (oder auch “langweilig”), “poetisch” oder “meisterhaft” vermag ich nichts anzufangen. “

                      Nun ist dieses Wort „Idiot“ ein Pseudoneologismus, der von Peter Handke häufig verwendet wird – oder zumindest wurde er in Auseinandersetzung mit ihm häufig aufgegriffen. Er versucht sich damit, in vorgeschobenem Rückbezug auf dessen ursprüngliche Bedeutung, selbst zu inszenieren. „Ich bin ein Idiot“ – „Ich will kein Idiot mehr sein“ – „Ich bin der einsame idiot aus den Bergen“ – „Geerdeter Idiot aus dem Wald“ (okay, okay, die sind teilweise von mir erfunden, aber in genau solchen peinlichen Konstellationen macht Handke das wirklich). Vor dem Hintergrund solcher pubertären Sprachblödheiten, mit denen Handke an wirklich jeder Stelle aufwartet, ist es schlicht und einfach lächerlich, sich mit einer Unmusikalität bezüglich irgendwelcher Formelsprachen geziert zu geben.

                    • metepsilonema 25. September 2013 um 7:37 pm

                      Ob etwas fad ist oder nicht, tut nichts zur Sache und über einen Treffer oder eine Verletzung entscheidet nicht derjenige der schimpft, pöbelt oder zu verletzen versucht. Ich habe derlei Dinge in meinem Leben genug erlebt, kann sie nicht ausstehen und werde sie hier nicht dulden, auch nicht in Ansätzen (es mag sein, dass das nicht jedem in jeder Hinsicht und immer einsichtig ist).

  5. metepsilonema 15. September 2013 um 8:36 pm

    Vielen Dank für die Kommentare und die bisherige Diskussion, ich bitte noch um etwas Geduld (ich „hänge“ gerade in anderen Dingen fest).

  6. metepsilonema 24. September 2013 um 10:04 am

    Was mich überrascht, ist, dass das Nichts, die Leere oder wie auch immer man das, was sich auf der anderen Seite (be)findet, beschreiben mag, derart verwundert (oder: eben nicht zu bestimmten [Rück]schlüssen führt). Dem Leser dafür die Verantwortung zu kommen zu lassen, wäre aber zu einfach.

    Die Charakterisierung der handelnden Personen ist blass, das war mir durchaus bewusst, in der vorliegenden Form ist das umfassend nicht möglich (im Roman sehr wohl). Eine Alternative wäre eine Reduktion der Anzahl gewesen und das deutlichere Herausarbeiten einer Eigenschaft pro Person.

    Dass ermüdende Passagen darunter sind, nehme ich zur Kenntnis, vielleicht kann mir jemand die eine oder andere nennen?

    Ob der vorliegende Text tatsächlich eine Novelle ist oder nicht, darüber kann man sicherlich diskutieren, dass es kein Indiz dafür gibt bestreite ich: Eine Novelle ist im Gegensatz zum Roman (und der Kurzgeschichte) der Ausschnitt aus einer Welt, die angedeutet, aber nicht ausgeführt ist, vergleichbar mit einem Tortenstück (Indizien dafür zähle ich bei Bedarf gerne auf). Ebenso die Konzeption: ein einmaliges Ereignis führt zu einer lang anhaltenden Veränderung von Charakter und Lebensumständen einer der zentralen Personen (dass ich das dann noch einmal mit einer weiteren Ebene zu verbinden versucht habe, war vielleicht zu viel des Guten).

    Das hier novellenuntypisch erzählt wird, gebe ich sofort zu (in seinen Auswirkungen von mir wohl unterschätzt).

    • pathoblogus 24. September 2013 um 11:19 am

      Eine Novelle ist eine neue, weil unbekannte (Goethe meinte: bislang „unerhörte“) Darstellung einer bedeutungsvollen – und ich würde sagen wahren – Begebenheit. Das bringt mit sich, dass in vielen klassischen Novellen die Namen der Personen und Ortschaften explizit verkürzt oder verändert sind. Natürlich ist das mit der Namensverschleierung und der „wahren Begebenheit“ nicht so ernst zu nehmen, allerdings führt dieser Anspruch in den prägenden Beispielen der Gattung zu einer Spielerei mit dem Realitätsbezug ala „Bericht einer außerordentlichen, unerhörten und WAHREN Begebenheit“… „Ernsthaft, ich lüge nicht. So ist das passiert.“ Da handelt es sich also oft um eine frühe paratextuelle Spielerei.

      Trifft das auf deinen Text zu?

      Der Wendepunkt, der zu „bedeutungsvollen“ Handlung für einen oder mehrere Protagonisten führt, ist, meiner Meinung nach, nicht hinreichend für die Gattungsbestimmung.

      • metepsilonema 24. September 2013 um 1:13 pm

        Eine Novelle berichtet von einer Neuigkeit, die Verbindungen zu etwas bereits Existierendem aufweist. Ich stelle diese Definition einmal neben Deine (neu ist etwas anderes als unbekannt; letzteres ist meines Erachtens nicht konstitutiv, warum auch?). Diese Neuheit steht sehr wohl in einem Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Handlung (also der Konsequenzen für einen Protagonisten).

        Indizien meine ich lassen sich dafür in meinem Text finden (das heißt nicht, dass das die Zuschreibung „Novelle“ bereits rechtfertigt).

        • pathoblogus 24. September 2013 um 1:42 pm

          Damit kommen wir zu dem zweiten Problem deiner ersten Aussage über die Novelle: es handelt sich nicht um einen Ausschnitt „der nur angedeutet“ ist. Die Wahrheit der Begebenheit, die Realität des Handlungsfeldes, ersetzt die Aufgabe des Autors, eine Welt erschaffen zu müssen. Das ist keine Andeutung. Was wäre voller als die Anleihe bei der Realität, bei einer unerhörten Tatsache? Das ist paradox im Zusammenhang, dass die wahren Vorbilder der Protagonisten verschleiert werden, ist aber so. Historische Gegebenheiten sind in diesem Fall paradigmatisch: „Das Erdbeben von Chili“ –> Lissabon. und es handelt sich dabei um Neuheiten in beiderlei Hinsicht. Das ist natürlich ebenso paradox, weil es Themen gibt, die immer wieder erzählt werden, von daher also schon nicht mehr als novum im Sinne des Unbekannten gelten können. Die paratextuelle Inszenierung geht in vielen Fällen aber so weit, dass genau das trotzdem behauptet wird. Auch wenn nur eine Interpretation eines bekannten Handlungsschemas geboten wird, eine Variation ausgelutschter Vorgaben, wird das „Unerhörte“ behauptet. Darum habe ich von einer Spielerei gesprochen.

          „unerhört“ ist ein tolles Wort.

          Natürlich ist das Wort Novelle schon zu einer leeren Worthülse verkommen. Von daher, lass es mal ruhig eine Novelle sein. Hat doch nichts zu bedeuten.

  7. ohneeinander 24. September 2013 um 12:46 pm

    Der Kommentarbaum läßt eine Antwort auf phorkys letzten Kommentar nicht zu, deshalb rutsche ich mal an das Ende.
    Ich will gar nichts nebeneinander stehen lassen, phorky. Es ist nun mal so, dass inzwischen jeder der Kommentatoren eine andere Auffassung über postmoderne Literatur hat. Wenn ich zum Beispiel pathoblogus Erklärung lese, fällt mir spontan Thomas Mann ein. Aber seine Literatur als postmodern zu bezeichnen fällt mir wirklich schwer. Ich glaube auch, dass die unterschiedlichen Erklärungen ganz einfach von der Betrachtungsweise abhängen. pathoblogus bezieht sich bei der Herangehensweise auf die Textgattung und du ja auch. Ich beziehe mich bei der Einordnung mehr auf das „wie ich einen Text lese“. Meines Wissens war Laurence Sternes der erste Schriftsteller der Postmodernen Literatur. Sie begann 1759 mit seinem Roman „Tristram Shandy“. In diesem Buch wird laut Wikipedia das Lesen zu einem Akt des Entdeckens, Enträtselns und phantasievollen Ergänzens. Man übernimmt als Leser die Rolle eines Co-Autors. Und genau so geht es mir, wenn ich metes Geschichte lese und die von blogo sowieso. Das habe ich habe schon vor einem Jahr festgestellt.

    • pathoblogus 24. September 2013 um 1:08 pm

      Nein nein… du liegst da schon total richtig. Postmoderne als erklärte Richtung bzw. das Aufkommen einer Theorie dazu ist nicht gleichzusetzen mit den ersten postmodernen Texten. Die von dir genannten Autoren sind, wohl auch nach Meinung bekannter Theoriegeber der Postmoderne, als postmodern aufzufassen.

      Es gibt ja auch ellenlange Arbeiten über die Auflösung des Subjekts bei Goethe oder in der Romantik, obwohl die explizite Behauptung einer solchen Auflösung erst in den 60er und 70er Jahren zum Thema wurde. Deswegen ist ja der Begriff auch irgendwie ziemlich sinnlos, weil jeder bessere Autor Textfunktionen anwendet, die sich der Konvention entziehen. In einem Lexikon zur Literaturwissenschaft wird auch nicht stehen, dass Nietzsche die Postmoderne begründet habe. Oder Robert Musil. Oder Thomas Mann. Wiewohl das in einigen Fällen bestimmt vielleicht sogar so auslegbar wäre.

      Außerdem ziehst du eine weitere Bedeutungsebene in den Begriff postmodern ein, der das zuvor Gesagte natürlich unterläuft. Wenn man auf den Leser zurückgeht. Auf die Rezeptionsleistung. Auf die Arbeit des Lesers am Text, dann wäre jeder Text (und wirklich JEDER Text als postmoderner Text lesbar). Deswegen gibt es ja auch kein beschränktes Betätigungsfeld „postmoderner Theoretiker“, weil eine Auflösung der Zusammenhänge nicht auf der Ebene des literarischen Texts stehenbleibt.

      Trotzdem sollte man, finde ich, zwischen diesen größeren Zusammenhängen und einer Textgattung unterscheiden, auch wenn das irgendwie inkonsequent ist. Wir könnten sonst nämlich schnell zu reden aufhören, weil es sinnlos würde.

      • ohneeinander 24. September 2013 um 2:08 pm

        Ob jeder Text als postmoderner Text lesebar ist, hängt möglicherweise vom Intellekt des Leser ab. Manch‘ einer ist schon mit der Eintönigkeit Handkes überfordert. Jetzt stell dir mal vor, du reichst diesem Leser Thomas Pynchons Dynamitwerk Against the Day. Na ja. Warum die ersten postmodernen Texte nicht gleichzusetzen sind mit der Postmodernen Literatur, verstehe ich nicht. Das wäre so, als würde man Höhlenmalerei als Ursprung künsterlischen Schaffens und als Form der Kommunikation leugnen. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. Du glaubst als nicht das Laurence Sternes “Tristram Shandy” der Beginn der postmodernen Literatur war?

        • pathoblogus 24. September 2013 um 2:20 pm

          Nein, du verstehst mich falsch. Ich habe nur gemeint, dass man erst seit der Aufstellung bestimmter Theorien von Postmoderne SPRICHT. Es handelt sich dabei schlicht und einfach um ein mehr oder weniger tragfähiges Theoriegebäude. Dass da viele Romane hineinpassen, die vorher verfasst wurden, ist vollkommen logisch. Es gab eben schon immer Texte, die konventionell sind und solche die Gattungen, Handlungsmuster usw. sprengen. Ob man dazu jetzt postmodern sagt, ist ja irgendwie egal. Wenn ich von Tristram Shandy als „postmodernem“ Roman spreche, dann mache ich ja nichts anderes als eine Rückprojektion. Dass der Roman toll ist, wusste man auch schon vor Roland Barthes oder Slavoj Zizek :)

          Seitdem die Theorie allerdings explizit besteht, also nachdem irgendwer meinte: dies oder das, dieses oder jenes sei postmodern, kann die Theorie der Postmoderne auf die Literatur zurückwirken. Dann wird es eben programmatisch.

          • ohneeinander 24. September 2013 um 2:45 pm

            Stimmt. Du könntest recht haben ;-)
            Ich interessiere mich ja nur nebenbei für Literatur und Literaturgeschichte. Du erweckst bei mir den Eindruck eines Fachmanns und kennst dich mit großer Wahrscheinlichkeit in der Materie sehr gut aus. metes Geschichte gefällt mir trotzdem. Ich finde es wichtig, dass Autoren auch mal was riskieren und was neues ausprobieren. Du solltest nicht so streng mit ihm sein.

            • pathoblogus 24. September 2013 um 2:53 pm

              Stimmt, ich übertreibe mit meiner Kritik. Aber ich muss sagen, dass ich Fantasyliteratur und alles, was auch nur irgendwie in die Nähe kommt, absolut absolut absolut absolut nicht leiden kann…. in Gymnasium habe ich bei den Jungen, die DND spielten immer Kopfnüsse verteilt… ich weiß, ich weiß, sowas macht man nicht… tut mir jetzt auch irgendwie leid…

              Das mit dem Hohlbein war natürlich gemein. Hohlbein kann überhaupt nicht schreiben, da hätte ich es gar nicht geschafft, den Text zu lesen.

  8. ohneeinander 24. September 2013 um 3:08 pm

    Also sowas wie Konsalik. Danke ;-)

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