Keine Politik…

…ohne Ideen, ohne Anspruch über das Individuum hinaus.

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4 Antworten zu “Keine Politik…

  1. Rainer Rabowski 29. Juli 2014 um 11:42 am

    Scheint mir zutreffend.

    Die Frage, die mir kommt, ist aber, ob auch solche Phänomene wie ISIS und Boko Haram (und so weiter) „Politik“ sind? Oder sogar die vorsätzliche Selbstzerstörung als „Mittel“ (wie Gaza, Raketen … jeglicher menschliche Idiotismus, sogar der aufs Paradies gerichtete).

    Oder anders herum: Ab welchem Punkt greift eine solche Definition dann schlicht nicht mehr, weil sie nichts mehr abgrenzen kann?

    • metepsilonema 29. Juli 2014 um 9:32 pm

      Es ist der Kernbestand des Politischen, aber keine umfassende Definition.

      ISIS (ISIL/IS) oder Boko Haram sind eminent politische Organisationen bzw. Gruppierungen, auch wenn die Religion (zumindest als Legitimation und Instrumentalisierung) herein spielt (es geht letztlich um die Herstellung einer gesellschaftlichen Ordnung und deren Funktionalität, wie widerwärtig sie oder die angewandten Mittel auch sein mögen).

      Der isolierte Idiotismus bleibt ein solcher, solange er nicht im Rahmen eines über das Individuum hinaus weisenden Ziels, also als Mittel, zur Durchführung gelangt (das Paradies ist nur der Köder, um die nützlichen Idioten vor den politischen Karren zu spannen).

  2. Rainer Rabowski 30. Juli 2014 um 1:03 pm

    Aber was, wenn „das Paradies“, als quasi säkularisiertes faktisch sehr wohl Mittel ist? Wie es das über Jahrhunderte als legitimierende Jenseitigkeits-Teleologie auch bei uns war? Wie es jetzt der amerikanische Lebensstil für den größten teil der Weltbevölkerung ist? Der virile Idiotismus kann nämlich, glaube ich, auch nie wirklich abgegrenzt werden (wiederum auch „bei uns“ nicht).

    Ich bin schon wieder bei dem berüchtigten Schmitt und seiner Frage danach, wer Freund und Feind ist, weil man damit auch sofort bei sich, nämlich bei den eigenen Abgrenzungen und deren Funktionsweisen und „Seinsverhältnissen“ ist. Politik also als jegliches Handeln schon in der 1. Person.

    • metepsilonema 30. Juli 2014 um 7:19 pm

      Hm, nein, ich meinte oben, dass das Paradies schon als Mittel eingesetzt wird und auch wirkt (heute wie damals).

      Für das real existierende Paradies (unsere kapitalistische Warenwelt) würde ich folgendes veranschlagen: Natürlich hat unser agieren, arrangieren, wirken und verweigern politische Implikationen, allerdings bleiben die meist ohne Bewusstsein: Sie sind (auch) politisch in ihrer Folge und ihren Bedingungen, aber nicht Politik im Sinne von Gestaltung.

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