Könnte man dadurch die Gewinne steigern…

…würden im Kapitalismus langfristig auch die Konsumenten durch Maschinen ersetzt.

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4 Antworten zu “Könnte man dadurch die Gewinne steigern…

  1. Andreas Wolf 30. Oktober 2014 um 10:39 pm

    Ich glaube, das ist exakt die Idee, die hinter dem sogenannten Internet der Dinge steht, das ja demnächst kommen soll: Ein Kühlschrank, der beim Lieferservice Bestellungen aufgibt. Wird das Leben der Menschen um keinen Deut verbessern, aber die Gewinne bestimmt nochmal ein bisschen steigern.

  2. Köppnick 31. Oktober 2014 um 12:32 pm

    Vorsicht, Metepsilonema. Bei diesem Aphorismus verhedderst du dich in den Begriffsdefinitionen. Was ist denn der Zusammenhang zwischen Gewinn und Konsum? Das Gewinnstreben erklärt sich durch den Wunsch des Gewinnenden nach mehr Konsumtion.

    Der Kapitalismus ist definiert durch das Vertragsverhältnis, das Kapitalbesitzer und Produzenten eingehen. Da der Kapitalbesitzer eine möglichst hohe Rendite seines Kapitals erzielen möchte, versucht er, die Abgaben an die Produzenten zu verringern, was seinen eigenen Anteil am Ergebnis steigert – langfristig vor allem, in dem er die Arbeitszeit je Produkt zu verringern trachtet. In den Mechanismus des Kapitalismus ist also das Bestreben eingebaut, den Produzenten (nicht den Konsumenten) durch Maschinen zu ersetzen.

    Bezüglich der Konsumtion ist aber die Rolle sowohl der Kapitalbesitzer als auch der Nichtkapitalbesitzer gleich – beides sind Menschen, die ihre Bedürfnisse zu befriedigen trachten. Ohne Konsumenten (=ohne Menschen), gäbe es überhaupt keine Wirtschaftsordnung.

    Die zwei extremen Endzustände des Kapitalismus sind folglich beide durch den Wegfall der menschlichen Produzenten und ihren Ersatz durch Maschinen gekennzeichnet: In dem einen Fall alimentieren die Kapitalbesitzer die Nichtkapitalbesitzer, indem sie ihnen einen Teil der Produkte für lau abgeben. In dem anderen Fall gibt es keine Nichtkapitalbesitzer mehr (entweder sind alle Menschen Kapitalbesitzer geworden (Kommunismus) oder man hat die Nichtkapitalbesitzer verhungern lassen).

    Konsumenten aber wird es immer geben, solange es Menschen gibt. Das ergibt sich aus der Begriffsdefinition selbst – Leben heißt etwas verbrauchen.

    • metepsilonema 31. Oktober 2014 um 1:25 pm

      Ich habe den Eindruck (der falsch sein mag), dass die Gewinnmaximierung zu einem Prinzip geworden ist, dem man folgt weil es alle tun, ein Mehr das keine Entsprechung in der Realität hat (Reichtum wird doch auch um seiner selbst Willen angehäuft, nicht nur des Konsums wegen).

      Das andere ist, dass ich einen Konsumzwang ausmache, der daher kommt, dass Produkte angeboten, beworben und verkauft werden sollen, möglichst viele, damit Unternehmen Gewinne machen (diese Gewinne waren gemeint; Du hast völlig Recht, dass da die Produktion mitbetrachtet werden muss, aber wenn die mal läuft, dann kann man über die verkaufte Stückzahl doch gut verdienen, weil der Preis für das einzelne Produkt sinkt); das zeigt sich z.B: darin, dass Leute Schulden machen (in Raten zahlen) um sich einen neuen Fernseher leisten zu können (es zeigt sich auch in der steigenden Zahl der Privatkonkurse). — Konsum als „Lebensprinzip“: Man kauft Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht.

      In der Realität kann man die Konsumenten natürlich nicht durch Maschinen ersetzten, das ist mir schon bewusst, aber diese Sinnlosigkeit entspricht dem sinnlosen Prinzip der Gewinnmaximierung.

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