Wie empfindlich…

…die Krämerseelen und Spießer gegenüber eingebildeten Kränkungen sind; und mehr noch scheint sie die Weigerung zu treffen, an ihrer verzerrten Sicht von Welt teilzuhaben und sich ihrem kleinkarierten Raster zu fügen; dann aber, ist es vorbei mit ihrer zum Fetisch erhobenen Betulichkeit, dann sprechen die Fäuste.

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8 Antworten zu “Wie empfindlich…

  1. Gregor Keuschnig 13. Juni 2015 um 9:48 am

    …und wenn es nur virtuelle“Fäuste sind.

  2. zweitesselbst 13. Juni 2015 um 7:42 pm

    Ja, alles hat seine Zeit. ^^

  3. PHS 14. Juni 2015 um 7:11 am

    Fäuste sprechen i.d.R. nach einem „Angriff“. Der Text selber ist ja ein bewaffneter Angriff und reit sich ein in den „Truppenaufmarsch“ aus einer diskriminierenden und „ich habe die richtige Weltsicht“ Stellung. Auch wenn mir die Krämer und Spießerselle nicht gefällt. Welcher „Idiot“ gibt schon seine Weltsichtstelung freiwillig her? Was die Krämer- und Spießerseele zunächst auszeichnete, war ja ihre verführerische Sprache mit der sie an die Macht kam. Diese Vormacht gibt nun mal die Stellung nicht freiwillg auf. In der Tat ist das ein Dilemma für den Angreifer. Vielleicht können wir sprachlich von dieser Vormacht lernen….

    • metepsilonema 14. Juni 2015 um 8:40 pm

      Nach einem Angriff oder was man dafür gehalten hat (s.o.); weiters wäre zu fragen, ob der Angriff sachlich war oder nicht und damit ob die Mittel des Gegenangriffs angemessen sind (abgesehen davon, spreche ich oben niemanden persönlich an, insofern muss man sich den Schuh schon anziehen).

      Ich bin z.B. so ein Idiot der seine Weltsicht zur Disposition stellt; und formal tut das jeder der eine sachliche Diskussion (also kein Kampfgespräch) führt, denn wozu tut man das, wenn nicht aus dem Grund, dass die besseren Argumente Geltung erhalten (natürlich muss die Weltsicht nicht Thema der Diskussion sein, aber dasselbe gilt freilich für das jeweilige Thema)? Ich würde noch weiter gehen und behaupten, dass Lernprozesse Wandlungsmöglichkeiten voraussetzten, also eine völlig statische Sicht der Welt dies behindert (im Extrem: verhindert).

      Wieso zeichnete die Spießer- und Krämerseelen eine verführeische Sprache aus? Was könnten wir davon lernen?

      • PHS 15. Juni 2015 um 7:34 am

        Wie bei jeder Weltsicht..wenn sie merkt das sie mich fügig machen muss, zeigt sie die dann die zweite Seite ihrer Medaille. Und wenn ( der Liberale?) seine Weltsicht zur Disposition stellt, dann tut man eben das Gegenteil dessen, was der Spießer ja nicht kann/will. Wenn er eine wahre Spießer und Krämerseele ist, möchte er ja die Dinge/Situation/Welt bewahren: sonst wäre er nicht mehr er :-)
        Er verlöre sein Gesicht, seine Identität.
        Die erfolgreichste Strategie die mir hierzu einfällt wäre das WIN-WIN Denken in der Verhandlung ( zur Not tut es auch ein Kompromiss). Das ist oft auch „naiv“, aber ich nenne es mal asu Erfahrung „Weise“, weil wir ja schließlich aus dreitausend jähriger Geschichte auch gelernt haben sollten, das nur ein Beharren schwierig ist.
        Oft macht es auch Sinn, die Verhandlungen abzubrechen oder überhaupt nicht in den Kampf zu gehen, sondern seine eigene Position nicht gegen den Sp/Kr aufzubauen, sondern für sich sprechen zu lassen. Dazu benötige ich aber attraktive Vokabeln!
        Ob ich will oder nicht. Mit „Mühe“ Qual“ „Opfer“ alleine geht das nicht.
        Die Sprache der Sp/Kr-Seele ist vielfältig, je nach Ausprägung. Aber als Vormacht muss er ja auch an die Macht gekommen sein. Spätestens da hat er ja etwas versprochen: z.B. verspricht er oft, mit dem „Chaos“ aufzuhören, Sicherheit und Ordnung zu schaffen, alles genauer zu nehmen. Er verspricht Strukturen und Gesetze, er verspricht zu bewahren was gut und wahr ist. Er spricht von Sauberkeit und Überschaubarkeit und vom „Recht des kleinen Mannes“, der er ja selber oft ist und natürlich von Heimat und Treue die wir pflegen sollen wie unsere Häuser, Vorgärten und Straßen…In Summe sind das eben diese „verführerischen“ Versprechen wenn sie als Kontrastprogramm zu den bestehenden Verhältnissen benannt werden können. Von den hohen Kosten dieser Versprechen schweigt er. Darin ähnelt er all seinen „Gegnern“.

        • metepsilonema 16. Juni 2015 um 9:28 pm

          Eine formale Disposition ist keine tatsächliche, man muss niemanden überzeugen und kann wieder auseinandergehen (Zustimmung); im Fall von Verhandlungen, generell: in der Praxis, sind Kompromisse durchaus geboten, in einer theoretischen Diskussion etwa, ist das anders (es kommt also darauf an).

          Man kann, darf und soll Dinge und Zusammenhänge beim Namen nennen; es ist, auch da stimme ich zu, gegebenenfalls eine Frage von Klugheit das anders zu halten (auch da würde ich von Fall zu Fall entscheiden).

          Welche hohen Kosten sind gemeint?

          • PHS 17. Juni 2015 um 6:08 am

            ..ideelle, menschliche, materielle..im Minimum Ein- und Unterordnung des Andersgläubigen oder im Maximum Tod.
            So hat die bürgerliche Spießer- und Krämerseele mit „Fortschritt“ gelockt und nun offenbaren sich die Kosten die sie nich einmal selber bedacht hat. Auch Ihre Aussage von heute ( „Die Beschleunigung…), beschreibt ja solch eine Kostenposition…
            Auf dem großen Feld des Glaubens werden die Kosten ja sogar in der Gebrauchsanweisung mitgenannt.
            „Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Traumseher auftritt und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt, // wobei er sagt: Folgen wir anderen Göttern nach […] // Der Prophet oder Traumseher aber soll mit dem Tod bestraft werden. […] // Wenn er hingerichtet wird, sollst du als erster deine Hand gegen ihn erheben [erwürgen: Luther], dann erst das ganze Volk. // Du sollst ihn steinigen, und er soll sterben […] // dann sollst du die Bürger dieser Stadt mit scharfem Schwert erschlagen, du sollst an der Stadt […] die Vernichtungsweihe vollstrecken […] // als Ganzopfer für den Herrn, deinen Gott, im Feuer verbrennen. …“ – Deuteronomium 13,6 ; Deuteronomium 13,10 ; Deuteronomium 13,16 ; vgl. Exodus 22,19
            https://de.wikiquote.org/wiki/Andersgl%C3%A4ubige….

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