Kategorie-Archiv: Rezensionen

Monod und Sarrazin

Ich habe Monods Buch nach etlichen Jahren wieder in die Hand genommen, weil ich mich an eine Stelle erinnerte, die anscheinend bei Thilo Sarrazin wieder aufgetaucht ist.

Auf etwa eineinhalb Seiten streift Monod in seiner knappen, treffenden Art ein gesellschaftspolitisches Thema und stellt eine These auf, die man als einen der Hauptpunkte (wenn nicht sogar den Kern) von Sarrazins Argumentation bezeichnen kann. Weiter auf Begleitschreiben.

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Jacques Monod: „Zufall und Notwendigkeit“

Jacques Monod legt anhand zentraler Erkenntnisse der modernen Biologie eine Angst frei, die uns alle, bewusst oder unbewusst, zeichnet. Sie entspringt dem Versagen unserer subjektiven Deutung der Welt, das wir auch als das Unbehagen an der Moderne kennen – und der Ursprung dieser Angst liegt, was überraschen mag, in der Evolution des Menschen begründet. Weiter auf Begleitschreiben.

Viennale 2010: Balada triste de trompeta

Ein Werk erreicht uns, wenn es das Gewohnte, das üblicherweise folgende, außer Kraft setzt, und wir uns auf den Bedeutungsraum, den das Gehörte und das Gesehene eröffnen, einlassen. Wir erkennen es, wenn der Applaus einige Zeit lang ausbleibt, oder die Kinobesucher länger auf ihren Stühlen verweilen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Robert Mattheis: Hohlkörper. Ein Roman aus der Medienwelt.

Es ist nicht zu fassen, schrie Bob, einfach nicht zu fassen! Seine Cohiba flog von einem Mundwinkel in den anderen, und tauchte Georg in einen Ascheregen. Dieser Mistkerl hat unser Buch geschrieben, verstehst du das, unser Buch! Mehr von diesem Beitrag lesen

Gomorrha. Eine Reise ins Reich der Camorra.

Gomorrha ist eine Erzählung ohne Fokus, ohne Hauptdarsteller und vordergründiger Handlung; ein Stück neapolitanischer Realität, und ihre Abstraktion; ein langer, aber nie langweiliger Film, ein Spiegel des Alltags gewöhnlicher Menschen, Spielfiguren der Camorra.

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Stanislaw Lem: Sterntagebücher

Die drei Formen der Masse sind Materie, Energie und Information. Sie können in einander übergehen, die eine in die andere. Energie und Materie sind notwendig, um Information zu erzeugen. Genau umgekehrt verhielt es sich kurz vor dem Urknall. Wir erinnern uns: Im Anfang war das Wort. Oder zumindest die Information.

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Zufall und Notwendigkeit: „Babel“

Filme die nach hallen, die fordern und verlangen, sind selten. Groß ist die Freude, wenn man auf einen solchen Film stößt. „Babel“ ist ein solcher Film.

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