Kategorie-Archiv: Splitter

Eine Assoziation zu Peter Handke

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich, zum Abschluss meines Besuchs hin, mit einer Freundin über Peter Handke: Als ich aufbrechen wollte, drückte sie mir ein Büchlein, das sie zweimal besaß, in die Hand: „Falsche Bewegung“*. Ich bedankte mich, nahm das Buch mit, war aber etwas uneins darüber, was ich damit anfangen sollte:. Ein paar Tage später blätterte ich darin und stieß auf einen Dialog zwischen Wilhelm und dem Alten: Mehr von diesem Beitrag lesen

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Erinnerung an die conditio humana

An einem Sommertag zerbrach der Regen unvermittelt die Schwüle und zwang die fliehenden Gestalten für Augenblicke unter einem Dach zusammen: Sie sahen einander an, mit tropfenden Gewändern, Fremde, durch die Ahnung um ein gemeinsames Schicksal verbunden.

Zeiterleben

In einem Gespräch über Vergangenes oder Vergangenheit, eine Epoche vielleicht, der Kontext ist mir leider nicht in Erinnerung geblieben, fiel ein bedenkenswerter Satz: Das waren Zeiten in denen Zeit noch bewusst wahrgenommen wurde. Das scheint mir, beinahe, eine conditio sine qua non des Menschen unserer Tage überhaupt zu sein und folgerichtig muss man weiter fragen: Wo zum Teufel steckt er eigentlich, wenn gerade das nicht der Fall ist?

Möglichkeit und Ehrlichkeit. Notizen zu einem Interview mit Martin Walser.

Siehe dort.

Wenn man mit allen Möglichkeiten umgeben ist, stirbt das Leben. — Ein bedenkenswerter Satz, ein schöner und zugleich einer, der ein wenig traurig macht, verwandt dem sprichwörtlichen goldenen Käfig, der Welt in der wir alle leben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Er schloss die Augen…

…und lächelte. Das Fegefeuer, hauchte er, was ich mich freue.

Meine Rede, meine Rede…

Dazu gehört, darüber zu staunen, wie sehr das Netz von der Großzügigkeit seiner Einwohner lebt, das heißt, die schöne Seite seiner „Kostenlosmentalität“ endlich mal zur Kenntnis zu nehmen: Jemand, der eine Website über seine Briefmarkensammlung oder sein Heimatdorf macht oder der nur einen Wikipedia-Artikel über sein Fachgebiet korrigiert, lässt andere an seinem Wissen und seiner Leidenschaft teilhaben, ohne etwas dafür zu verlangen. Das Netz verdankt sich und huldigt einer Ökonomie der Partizipation (Quelle).

Ich habe das unlängst hier ganz ähnlich formuliert: Was manchmal übersehen oder kleingeredet wird, ist, dass es im Netz tatsächlich eine Kultur wechselseitiger Verfügbarkeit ohne zwingender Vergütung gibt, und dass diese mittlerweile einige Bedeutung gewonnen hat. Das ist Kultur, eine von Freiheit und von Schönheit, das soll — auch pathosgeladen — noch einmal festgehalten sein.

Wer macht unsere Körper hohl?

Kurz bevor wir unser Eingebundensein in den Betrieb begreifen, bringen wir eine gedachte Außenperspektive unseres Selbst mit seiner inneren Befindlichkeit zusammen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Worte,

suggestive Hüllen, Schalen, die nach Füllung verlangen und sie bekommen: Aber welche, steht nicht von vornherein fest, doch etwas findet und gießt sich immer willig hinein und jeder formt sein Bild während sich die Schale schon neigt, sich weiter füllt und weiter neigt.

Aphorismus, der

Ein Gedanke, der mit einem Mal aus der inneren Flut ragt, und „ich bin da“ ruft, den man anstarrt während man schreibt, damit er sich ja nicht bewege oder verblasse und über dem man sich auch später noch fragt: „Woher ist der Kerl eigentlich gekommen?“

Perversling!,

schallt es jenem Intellektuellen entgegen, der die Tätigkeit seines Verstandes, die gerade eben kalt geheißen wurde, aus der Sicht des beherrschten und sezierten, quasi objektivierten Subjekts, nachdem er sie etwas vorschnell als freudebringend verteidigt hatte.