Beobachtung

Dass sich etwas zeigt und wie es sich zeigt, spricht bereits dagegen es Beobachtung zu nennen, weil es beinahe übergroß in den Beobachter hinein tritt: Umgebung, Dinge, Lebewesen, Menschen und keinesfalls rein visuell. Es passiert, die objektive Bestimmung der Beobachtung ist aufgegeben, besser: aufgehoben, wie die Bestimmung, dass der Beobachter für das Gelingen seiner Beobachtung verantwortlich ist. Man kann es auch als Verselbstständigung des Äußeren, von Teilen des Äußeren, bezeichnen, und je fremder man ihnen ist, je weniger man sie in ihrer Gesamtheit einzuschätzen vermag, also Einschätzungen und ein Verständnis nicht existieren, umso leichter und unmittelbarer gelingt es. Ist man befangen, kennt man das, was man mit seinen Sinnen berührt, ja ist man es gewohnt, dann verweigert es sich, gleichsam. — Passivität ist eine Voraussetzung, eine Art sinnliche Aufnahmebereitschaft, ebenso eine innere Gelöstheit, Leichtigkeit und Neugierde: Ein zweiter Modus des Sehens, der Wahrnehmung insgesamt, Empfindung in dem was sich zeigt, der sich nicht gut steuern lässt, aber unentbehrlich für die Vorstellungskräfte ist.

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Ressentiment II

Das Ressentiment oder die Zurückweisung der eigenen Widersprüchlichkeit.

Angst des Beobachters

Dass ihn also einer spiegelt, so wie es ihm selbst immer wieder gelingt, und einige Augenblicke lang, bis auf den Grund seiner Seele sieht.

Theorien II:

Leserichtungen der Wirklichkeit.

Fremdheit:

Dabei sein, aber nicht teilnehmen.

Die Bürokratie…

…ist ohne Ort.

Pragmatismus

Eine pragmatische Haltung ist nicht daran zu messen, ob sie sich an irgendwelchen Idealen orientiert, sondern daran, wie weit sie von diesen abzugehen bereit ist und warum.

Egal wohin man geht,…

…die Ökonomie war bereits dort (und nur die Bürokratie war bisweilen schneller).

Eingefallen

Mir ist etwas eingefallen, meint: Ich habe mich dagegen nicht wehren können!

Wiederholungen…

…bringen das Verborgene, das unbewusst Angeeignete, das Mitschwingende (das verborgene Selbstverständliche) zur Sprache: Weiß man nicht, was zwei Begriffe, die man sonst ganz selbstverständlich verwendet, trennt oder worin sie sich unterscheiden, so hilft es, sie gegeneinander zu wägen, sie durch ein Wiederholen im Geiste zu befühlen und zumeist wird man recht bald wissen, was man gesucht hat.