Schlagwort-Archiv: Ambivalenz

Gast sein,

ein Zuhause finden und es wieder verlassen: Ambivalenz.

Die Andeutende

So müsste der Beiname der Sprache lauten, denn letztendlich benennt sie nichts, sondern deutet immer bloß an, etwas, das in unserem Gehirn zu seiner spezifischen und einzigartigen Ausprägung gelangt.

Uneindeutigkeit und Schöpfung

Das Uneindeutige regt zur Schöpfung an, ein interessanter Gedanke. Was aber sagt das über die (unbewusste) „Intention“ von Schöpfung? Warum erfinden wir? Um der Eindeutigkeit willen?

Selbstexegese

Dürr wird der Text, eindeutig und hart; sein Geheimnis geht verloren.

Mehrdeutigkeit

Vorgestellte und erlebte Subjektivität in einer spezifischen, sprachlichen Form festzuhalten, legt ihre Mehrdeutigkeit bereits fest, da die dafür notwendigen Worte aus ihren herkömmlichen Bezüglichkeiten gelöst und in ein neues, anderes Leben gerufen werden. Wenn überhaupt, bleibt sie nur dem Schreibenden gewiss: Er kann nicht anders, als sie in der vorliegenden Form zu fassen und überträgt dem Leser die Aufgabe, sie aus dem, was er selbst mitbringt, zu erschaffen: Nie wird genau das gelesen, was der Schöpfer auszudrücken beabsichtigte und das was es tatsächlich wird, ist noch für jeden verschieden.

„Problembewusstsein“ bei Popper und Bauman.

Probleme sind scheinbare, temporäre, oder dauerhafte Widersprüche, die wir auflösen wollen oder müssen. Allerdings ist nicht schon jeder Widerspruch ein Problem. Dazu wird er erst, wenn er uns auf irgendeine Art und Weise einnimmt und betrifft.

Problem und Problemlösung sind Teil eines nie endenwollenden Kreislaufs: Jede Lösung wirft stets neue, und verschärfte Probleme auf – darin gleichen sich die Diagnosen zweier Denker, aber frappierend unterschiedlich sind ihre Folgerungen, und Bewertungen. Für den einen (Popper) sind sie ein integraler Bestandteil des Lebens selbst, für den anderen (Bauman) Übel und Auswuchs modernen Denkens, das überwunden werden sollte.

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