Schlagwort-Archiv: Argument

Populismus…

…ist eine öffentlichkeitswirksame, demagogische Verallgemeinerung, die nicht darauf zielt Sachverhalte – seien sie zutreffend oder nicht – jenen zuzuschreiben für die diese tatsächlich gelten, sondern so tut als gelte das, was gesagt, geschrieben oder dargestellt wird, für eine Mehrheit oder gar (fast) alle („das Volk“); die daraus resultierenden Kräfte (Bewegungen) werden politisch zu nutzen versucht.

Populismus ist ohne Massenmedien und -demokratie nicht möglich, weil der politische Einfluss auf die Zustimmung weiter Teile der Bevölkerung angewiesen ist. In derart gestalteten Demokratien besteht eine Spannung zwischen den Notwendigkeiten (wahrheitsgemäß) zu argumentieren und einen — aus Machtgründen möglichst breiten — Vertretungsanspruch zu entwickeln.*

*Der letzte Satz wurde am 28.5. hinzugefügt.

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Demagogie…

…ist die öffentlichkeitswirksame Verzerrung von Sachverhalten, die die Ausgangs- mit der Endlage nicht mehr wahrheitsgemäß, sondern nur noch assoziativ verbindet. Demagogen sind nicht nur deshalb gefährlich, weil sie Emotionen binden und nutzen und dadurch zu motivieren wissen, sondern weil sie den Beweis ihrer Aussagen immer gleich mitliefern: Nur die genau Betrachtung vermag einen Demagogen zu enttarnen, eine oberflächliche Erinnerung ist im Vergleich zur Lüge nicht genug, denn die Lüge ist von der Wahrheit immer durch einen kategorialen Unterschied getrennt.

Lesewarnung oder…

…versuchte Nötigung des Lesers, seine Meinungsbildung — und damit sein Nachdenken — hintanzustellen.

Um politisch zu wirken,

muss sich die Angst konkretisieren, also zur Furcht werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Geschenkt!

Ein Zerstörungswerk als Schauspiel, das etliche noch in gutem Glauben, ein zynisches Wort Lenins drängt sich auf, unterstützen, so kann man die letzten Tage des, ja: Kampfs um einen Sitz im europäischen Parlament, bezeichnen. — Ein Abbild davon, halbgar und undurchdacht, Folge und Methode zugleich, ist dieser Leserkommentar im Standard. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Vergleich…

…ist einer der Ursprünge des Denkens.

[Wer ihn verbieten will, hat das nicht verstanden; oder aber: er versucht seine Deutungshoheit zu bewahren.]