Schlagwort-Archiv: Augenblick

Das Wesen des Aphorismus’…

… liegt in Prägnanz und Geschlossenheit begründet.

Das Wagnis des Augenblicks:

Ihm über ihn selbst hinaus Geltung zu verleihen.

Schneller, weiter, höher!

Es ist noch immer nicht genug, heute nicht und morgen nicht: Dieser Imperativ drängt uns über den Moment hinaus, zwingt uns ihn zu verachten und er entgleitet unseren Fingern, die ihn unbewusst betasten. Aber der Augenblick ist alles, wirklich alles, denn wo sollte man leben, existieren, als in jeder einzelnen Sekunde.

Robert hatte etwas entgegen seiner Überzeugung, seiner bisherigen, getan. Er lehnte sich zurück, schraubte seine Füllfeder auf und zu, auf und zu, auf und zu: Dabei schob er die Schneidezähne übereinander und drückte die oberen in unregelmäßigen Rhythmen auf die unteren. Irgendwann erhob er sich von seinem Stuhl und sah in die Nacht hinaus: Vor seinem Fenster lag das Lichtermeer der Stadt und über ihm leuchteten die Sterne: Wahrscheinlich sah die Stadt aus großer Entfernung genauso aus.

Jetzt war ein Anfang getan. Ob noch irgendjemand … aber war es von solcher Wichtigkeit? Müsste man ihnen schreiben? Sie befragen? Er drehte sich um, sah zu Briefpapier und Füllfeder hinüber … aber was dachten sie? Dachten sie überhaupt? Gewiss!, denn es musste alle betreffen. Aber Briefe? Nein!

Der Eilende…

…versucht den Augenblick zu überschreiten, obwohl es ihm unmöglich ist. Deshalb verliert er ihn.

Vergänglichkeit

Der Augenblick bleibt unbeständig, wie ein Schatten im wechselnden Licht. Wir befragen das Vergangene. Wieder und wieder.

Literatur…

…entsteht im Spannungsfeld von Erfahrung und Idee; sie entscheidet sich für keine von beiden, sondern erweitert und verwebt sie mit einander.

Brücke und Mond – Gespräche IV

Etwas wird lebendig, erhebt sich und spricht; in Worten und Bildern, unklar und dann immer klarer: Das war weder neu, noch besonders, aber gerade deshalb unfasslich. Mehr von diesem Beitrag lesen