Schlagwort-Archiv: Bürger

Zoon politikon

Ein politischer Mensch zu sein, bedeutet seine Naivität ein Stück weit verloren zu haben.

Wie empfindlich…

…die Krämerseelen und Spießer gegenüber eingebildeten Kränkungen sind; und mehr noch scheint sie die Weigerung zu treffen, an ihrer verzerrten Sicht von Welt teilzuhaben und sich ihrem kleinkarierten Raster zu fügen; dann aber, ist es vorbei mit ihrer zum Fetisch erhobenen Betulichkeit, dann sprechen die Fäuste.

Die unpolitische Haltung…

…ist eine politische wider Willen.

Ein Ideal von Politik

wäre ein großes Gespräch, das alle irgendwie einbezöge, über die anstehenden Probleme und deren Lösung; seine Grundbedingung wäre die formale Disposition des eigenen Standpunkts, nicht Konfrontation oder Streit, die sich erst dort ergäben, wo man seine Position dennoch verteidigt; den Kern alles Politischen, den nicht aufzulösenden und immer wieder auszulotenden Widerspruch zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der anderen, dem Individuum und der Gemeinschaft, deutet der Begriff Freiheit an: ein Kompromiss könnte, in diesem Sinn, bedeuten, Interessen abzuwägen, zu verhandeln und abzustimmen.

Demokratie neu erfinden? Eine Replik auf Claus Leggewie.*

Claus Leggewie erklärt was Demokratie ausmacht, er ermahnt den Bürger, und fordert sein Engagement – allerdings erinnert das bisweilen an den Wetterbericht: Von der prognostizierten Gewitterstimmung, kann man nur einige Wolken am Horizont entdecken.

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Ist die Partizipation an einem demokratischen Gemeinwesen eine Frage von Priorität?

Bürger, Gemeinwesen und Demokratie

Bürger einer Demokratie1 haben der Konkretisierung ihrer Versprechen gegenüber eine „Bringschuld“, zu deren fortgesetzter Tilgung es mehr als die regelmäßige Teilnahme an Wahlen bedarf, wobei Schuld bestenfalls eine theoretische moralische Verpflichtung bedeutet: Der (reziproke) Dienst an der Gemeinschaft ist ein freiwilliger, und wo er es nicht ist, wird Demokratie zu einem Zerrbild, einer Karikatur ihrer selbst.

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Münder auf!

Ein sehr schönes Plädoyer von Günther Grass für mündige Bürger und Demokratie (auch wenn sich auf der Mikroebene ein wenig Widerspruch rührt).