Schlagwort-Archiv: Europa

Europa ökonomisch zu rechtfertigen,…

…ist, als ob man einen Kulturraum zum Mittel erklärte.

Politische Analytik zuerst. Eine Replik auf Anneliese Rohrer.

In ihrem Text „Das Irrationale zu Ende denken?“ schlägt Anneliese Rohrer einige richtige und wichtige Dinge vor, etwa im Umgang mit Russland; zugleich bleibt sie einer weit verbreiteten Art der politischen Betrachtung verhaftet und bemerkt nicht, dass das (europäische) politische Denken (die geopolitische Analyse) weitgehend inexistent ist; statt nachzudenken und zu analysieren hantieren wir mit den Kategorien der Moral, personalisieren Fragen nach Macht und Interesse und denken eurozentrisch. — Damit werden wir bestehende Konflikte eher ausweiten als beschränken und neue durch unser eigenes politisches Handeln entfachen, einfach weil wir nicht mehr zu begreifen im Stande sind, welche Auswirkungen unser Tun hat, aus welchen Gründen andere handeln oder welche Ziele und Interessen sie haben (und in welchem übergeordneten Kontext all dies steht). — Dieses Phänomen ist nicht neu und bis in die Tagespolitik** hinein zu beobachten.

Weiter auf Fisch und Fleisch.

Der Song Contest und die Diskussion der Kandidaten: Inszenierungen überall.

Ich habe mir den Song Contest nicht angesehen, weil er mir als eine Verschwendung von Zeit erschien: Dort geht es um vieles, nur nicht um Musik, war mein gedanklich formuliertes Vorurteil.

Aber der Berichterstattung davor und vor allem danach, entkam ich nicht und sie erweckte den Eindruck einer gelungenen medialen Orchestrierung, geschickten Marketings und eitler Selbstgefälligkeit, eine Inszenierung, die anscheinend ohne jeden Widerspruch blieb (es sei denn mir wäre etwas entgangen). Mehr von diesem Beitrag lesen

Unsere Welt:

Konsum als leicht(fertig)e Befriedigung.

Aber dann erinnert man sich, dass alle europäische Musik ihren Ursprung im Tanz und im Gesang hat, und lehnt sich, ein wenig erleichtert, zurück.

Zwischen Nichtbeachtung und Heldentum: Der Soldat und die (europäische) Demokratie

Auftakt zum Bürgerforum Europa2020

Es geht los. Wir halten Wort. Karas beginnt emphatisch. Er spricht vom Überwinden von Grenzen, davon, die Bürger zum Teil des Projektes zu machen: Europa ist mitten unter uns. Politisches Sonntagsgerede? Aber welcher Vorwurf wäre – nach wenigen Sekunden – einfacher, billiger?

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Eine interessante Ankündigung*.

Auch wenn es erstaunt, dass Karas beim Wähler eine Sehnsucht nach Dialog und Diskurs bemerkt hat – ich dachte das wären Grundvoraussetzungen für Demokratie -, ein Bürgerforum zur Europapolitik auf neutralem Boden macht neugierig, und lässt hoffen. Worauf? Dass Europa statt verordnet, begriffen, diskutiert, und kritisiert wird.

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