Schlagwort-Archiv: Fiktion

Dass die Sprache die Welt niemals erreicht,

ist ihr größtes Versagen und ihr größter Triumph gleichermaßen.

Das Gegenteil von Erzählen ist Glauben.

Und auch wieder nicht.

Durch den Formungsprozess

vermengen sich Tonfall und Fakten zu einer Stimme, die aufgrund ihrer inhärenten, individualisierten Logik unangreifbar erscheint; man kann ihr, im Sinne von Argumenten, nicht widersprechen, sie bloß anhören und akzeptieren oder eben nicht.

Erinnerungen

Eine Träne, silbern und schwarz, hing einige Lidschläge lang an ihrer dunklen Lippe, und glitt, da sie niemand zurück hielt, zähflüssig darüber; wenig später floss sie ihren schlanken Hals hinab, entlang eines braunen Bandes, dunkel und bedrohlich glänzend, wie in vorherbestimmter Bewegung; zuletzt blieb sie in der Waagrechten hängen, als hätte sie, wie geplant, am Ende des Bandes ihren Platz erreicht, um ihre Trocknung zu erwarten.

Weiter auf Begleitschreiben.

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Sphären voll Lebendigkeit

Gefasstheit, Intensität, Moment; jeder Tag sagt träume, sagt erschaffe: Fülle meinen wir, wenn wir Leben sagen, schreiben und erfahren; sie tritt im Fiktiven hervor, wie im Realen, uneingeschränkt und unmittelbar. [Anstoß]