Schlagwort-Archiv: Gemeinschaft

Zoon politikon

Ein politischer Mensch zu sein, bedeutet seine Naivität ein Stück weit verloren zu haben.

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Mit der Genauigkeit, spätestens,…

…beginnt die Unsicherheit (die Ungewissheit).

Unsicherheit:

Instabilität angesichts des (und in Angst vor dem) Ungewissen.

Terror…

…entspringt gefühlter oder tatsächlicher (legaler) Macht- und damit: Mittellosigkeit, politischer Ziele willen (gänzlich irrationalen Ursprung einmal ausgeschlossen). Das kann man, Clausewitz paraphrasierend, ebenso wie den Krieg, als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, — nämliche dem gezielten Einsatz von Gewalt unter größtmöglichem Nutzen (der Verbreitung von Angst und Schrecken) –, bezeichnen. Die Unmöglichkeit politisch Erfolg zu haben legitimiert die Gewalt (das äußerste aller Mittel) mehr, als die Ziele selbst oder anders herum: Die Ziele legitimieren die Gewalt nur unter den Bedingungen der politischen Mittellosigkeit. — Im Fall des Kriegs legitimiert immer das Ziel die Mittel; sie sind notwendig um den Unbeugsamen, den Feind, zu beugen, zu unterwerfen und ihm damit die eigenen Vorstellungen von Politik aufzuzwingen (der unausgesprochenen, stattgegebenen Drohung fehlt der Waffengang); im Fall des Terrors ist diese Beugung nur über Angst und Schrecken, also vermittelt oder indirekt möglich; der Terror bezeugt, auch im Gegensatz zum Bürgerkrieg, eine zweifache Ohnmacht (oder Mittelosigkeit): Eine politische und eine der Gewalt (da er nicht direkt beugen kann). Daher seine Heimtücke.

Nachtrag am 13. Oktober: Terror steht hier sinngemäß für Terrorismus.

Freiheit…

…ist nichts anderes als das Recht des Individuums gegen das Kollektiv, die Tradition oder die Religion; dieses „frei sein von“ schützt es und gibt ihm die Möglichkeit über sich selbst zu bestimmen: Frei zu sein bedeutet, gegen das Unrecht stehen zu können. — Andere Ideen, z.B. jene der Gleichheit vermögen dies nicht. Die Freiheit ist in diesem Sinn fundamental und muss dem Menschen, der in diese Welt unfreiwillig geworfen wird, von allem Anfang an, selbst im Zweifel um ihre Existenz, pragmatisch zugestanden werden.

Darüber darf man allerdings nicht ins Schwärmen geraten und denjenigen nicht trauen, die meinen, dass damit schon allem genüge getan wäre: Damit andere nicht durch Ansprüche oder Akte der Selbstbestimmung („frei sein für“) ins Unrecht gesetzt werden können, die Möglichkeiten der Selbstbestimmung also für alle erhalten bleiben und Freiheitskonflikte gelöst werden können, benötigen wir Bezugspunkte, weitere Ideen, jenseits der Freiheit, die sie dort beschränken, wo sich die Notwendigkeit dazu zeigt: Sie sind weniger fundamental als die Freiheit, ihr aber partiell übergeordnet.

Viele, aber nicht alle dieser weiteren Ideen, kann man auch als mehr oder weniger starke Beschränkungen der Selbstbestimmung (also wiederum der Freiheit) lesen, sie können aber auch anders begründet werden: Wenn die Unversehrtheit von Leib und Leben eine Idee ist, die die Freiheit möglichst schnell Auto zu fahren einschränkt, dann kann man den Unglücksfall, einen Verletzten oder gar Toten, auch als zu vermeidendes Leid betrachten. — Freiheitsbeschränkungen sind immer von einem Gleichheits- oder Gerechtigkeitsgedanken getragen.

Keine Politik…

…ohne Ideen, ohne Anspruch über das Individuum hinaus.

Näherungsversuch

Liberalismus könnte bedeuten, die individuellen Entwürfe mit den gemeinschaftlichen Notwendigkeiten in diskursiv-evolutiver Weise abzustimmen.