Schlagwort-Archiv: Gemeinwesen

Demokratie…

…bedeutet auch, dass Bewusstseinsveränderungen aus Einsicht, also: freiwillig, erfolgen sollen und dies wiederum: Geduld und Vertrauen.

Keine Politik…

…ohne Ideen, ohne Anspruch über das Individuum hinaus.

Ein Ideal von Politik

wäre ein großes Gespräch, das alle irgendwie einbezöge, über die anstehenden Probleme und deren Lösung; seine Grundbedingung wäre die formale Disposition des eigenen Standpunkts, nicht Konfrontation oder Streit, die sich erst dort ergäben, wo man seine Position dennoch verteidigt; den Kern alles Politischen, den nicht aufzulösenden und immer wieder auszulotenden Widerspruch zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der anderen, dem Individuum und der Gemeinschaft, deutet der Begriff Freiheit an: ein Kompromiss könnte, in diesem Sinn, bedeuten, Interessen abzuwägen, zu verhandeln und abzustimmen.

Links als verneinende und

rechts als bejahende Kraft: des Selbst, des Wir, als grundsätzliche Tendenz und politische Verortung. Vielleicht ergeben die alten Kategorien so wieder (oder: noch immer) Sinn.

Von der Notwendigkeit des Politischen

Herr Maus: Was die wieder für einen Unsinn beschlossen haben!
Frau Maus: Wer denn?
Herr Maus: Na, unsere Abgeordneten.
Frau Maus: Ach so, die… was magst du denn zum Abendessen?

Nehmen wir den Ball an, den Susanne Gaschke in der Zeit aufgespielt hat, und spinnen wir die Antwort weiter, warum die Beschäftigung mit Politik notwendig ist, und wie sie sich praktisch auswirken könnte. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ist die Partizipation an einem demokratischen Gemeinwesen eine Frage von Priorität?

Bürger, Gemeinwesen und Demokratie

Bürger einer Demokratie1 haben der Konkretisierung ihrer Versprechen gegenüber eine „Bringschuld“, zu deren fortgesetzter Tilgung es mehr als die regelmäßige Teilnahme an Wahlen bedarf, wobei Schuld bestenfalls eine theoretische moralische Verpflichtung bedeutet: Der (reziproke) Dienst an der Gemeinschaft ist ein freiwilliger, und wo er es nicht ist, wird Demokratie zu einem Zerrbild, einer Karikatur ihrer selbst.

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Zeit für Demokratie? Demokratie und Zeit.

Wenn man Demokratie als Zumutung und Versprechen charakterisiert, erkennt man, dass sie immer auch Forderung und Pflicht bedeutet, und nur auf politisch-partizipativer Grundlage, als Teilnahme an einem Gemeinwesen, funktionieren kann und soll. Die Möglichkeit mitzubestimmen, die Strukturen des Gemeinwesens zu verändern, und daneben und zu gleich auf diesen ein relativ frei¹ bestimmtes Leben führen zu können, gibt es nicht „umsonst“. Im Gegenteil, wir „bezahlen“ mit dem kostbarstem Besitz, unserer Zeit. Wir widmen² – freiwillig oder als Pflicht begriffen – einen Teil unserer Lebenszeit in einer Art Tausch der Funktionalität des Systems, seiner Wartung und inhaltlichen Bestimmung3.

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Fremdenfeindlichkeit. Ein bundespräsidiales Missverständnis?

Bundespräsident Heinz Fischer hat die in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar erfolgte Beschmierung der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen (Was unseren Vätern der Jud ist für uns die Moslembrut seid auf der Hut 3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug) als Akt von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilt*. Was pflichtschuldig und gut gemeint war, muss Unverständnis und Irritation muslimischer Staatsbürger hervorrufen, erkennt das Wort Fremdenfeindlichkeit sie gerade nicht als Staatsbürger an, im Gegenteil, es weist sie als Fremde aus.

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