Schlagwort-Archiv: Idee

Beobachtung

Dass sich etwas zeigt und wie es sich zeigt, spricht bereits dagegen es Beobachtung zu nennen, weil es beinahe übergroß in den Beobachter hinein tritt: Umgebung, Dinge, Lebewesen, Menschen und keinesfalls rein visuell. Es passiert, die objektive Bestimmung der Beobachtung ist aufgegeben, besser: aufgehoben, wie die Bestimmung, dass der Beobachter für das Gelingen seiner Beobachtung verantwortlich ist. Man kann es auch als Verselbstständigung des Äußeren, von Teilen des Äußeren, bezeichnen, und je fremder man ihnen ist, je weniger man sie in ihrer Gesamtheit einzuschätzen vermag, also Einschätzungen und ein Verständnis nicht existieren, umso leichter und unmittelbarer gelingt es. Ist man befangen, kennt man das, was man mit seinen Sinnen berührt, ja ist man es gewohnt, dann verweigert es sich, gleichsam. — Passivität ist eine Voraussetzung, eine Art sinnliche Aufnahmebereitschaft, ebenso eine innere Gelöstheit, Leichtigkeit und Neugierde: Ein zweiter Modus des Sehens, der Wahrnehmung insgesamt, Empfindung in dem was sich zeigt, der sich nicht gut steuern lässt, aber unentbehrlich für die Vorstellungskräfte ist.

Auflösung

Mit der Bewegung der Hand, meinen ersten Zeichen, beginnt sich, was zuerst im Geiste erschienen war, zu verlieren.

Und wahrscheinlich muss es das.

Aller Anfang ist:

Heimsuchung.

Interpretation bedeutet…

…etwas zur Geltung zu bringen, das zu einem Gutteil nicht zu einem selbst gehört. Man könnte sagen, dass man einer Idee Subjektivität beifügt.

Notizblock und Stift:

Zeichen von Schwäche, fehlender Kraft des Verstandes, der seine Einfälle und Gedanken nicht festzuhalten vermag.

Literatur…

…entsteht im Spannungsfeld von Erfahrung und Idee; sie entscheidet sich für keine von beiden, sondern erweitert und verwebt sie mit einander.

Erkenntnis

Als ich die glücklichen Sklaven sah, schlug mir meine Idee von der Freiheit ins Gesicht; und inmitten ihrer Verteidigung erstarrten meine Lippen und ich erkannte, wer sie zu denjenigen gemacht hatte, die sie waren.

Bedingungsloses Grundeinkommen: Idee, Finanzierbarkeit und Auswirkungen

Will man ein Vorhaben umsetzen, und damit seine Praxistauglichkeit unter Beweis zu stellen, hat das Konsequenzen, die man zuvor bedenken sollte. In Demokratien ist dafür die parlamentarische und die öffentliche Diskussion zuständig. Sie sollte im Prozess der Meinungsbildung bestimmte Lösungsstrategien aussondern und andere präferieren, über deren Tauglichkeit letztlich in einem Abstimmungsverfahren befunden wird.

Über Gründe warum es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben soll, lässt sich – wie über seine Finanzierbarkeit – relativ gut verhandeln und diskutieren. Die Auswirkungen eines solchen sind allerdings schwierig zu umreißen, da ihre Beurteilung stark von dem zu Grunde liegenden Menschenbild abhängt, und diese notwendig spekulativ bleiben. Zudem lassen sich soziale Konstellationen schlecht quantitativ erfassen und vorhersagen: Wir wissen es erst, wenn wir es ausprobiert haben.

Da an Bedingungen geknüpfte Formen des Grundeinkommens nur eine andere (würdevollere, effizientere, etc.) Organisation bereits existierender sozialstaatlicher Transferleistungen darstellen, sollen sie hier nicht weiter behandelt werden, und das bedingungslose Grundeinkommen, als ist eine gänzlich andere Form in den Fokus gerückt werden.

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