Schlagwort-Archiv: Information

Das Private…

…ist das Verborgene [das vor manchen anderen Verborgene; das, was wir gerne verborgen hätten; das verborgen Geglaubte].

Information, Wissen und Denken

Information ist ihrem Wesen nach Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ungebundenheit und Transportabilität; ihr mangelt es an der Tiefenstruktur, die alles Wissen kennzeichnet, an Prüfung und daraus folgend: Ordnung, Gebundenheit und Bezogenheit. Das ständige Fließen, das Neuankommen und die Aufforderung das Neuangekommene aufzuarbeiten unterminiert diese Vorgänge und damit letztlich alle Tätigkeiten (Beschäftigungen) die ihrem Wesen nach Ruhe, Zeit und Konzentration benötigen, zu denen auch das (Nach)denken zählt. Zugespitzt lässt sich daher feststellen, dass die Allgegenwart der Information das (Nach)denken verhindert, verunstaltet, ja tötet.

Zuviel vorgenommen!

Das gilt beinahe jeden Tag.

Big Data…

…steht eigentlich für Methoden (und vor allem: Kapazitäten), die die Analyse von großen Datenmengen ermöglichen; beim Nachdenken über die Folgen und Möglichkeiten, darf man zuerst nicht darauf vergessen, dass Daten (Informationen) Repräsentationen von Eigenschaften realer Objekte oder Lebewesen sind, also das Ergebnis von Messungen oder Schätzungen. Entscheidend ist deren Güte, also wie exakt sie die Eigenschaften, die sie abbilden sollen, auch tatsächlich abbilden (und wie wesentlich diese Exaktheit für das was ich wissen will, ist). Mehr von diesem Beitrag lesen

Lebendiger Geist

Ich will meinen Geist formen, nicht möblieren. Ich will ihn weiten, nicht vollstopfen.* Das klingt, so aus dem Kontext gerissen, wie eine Mahnung an uns, die im Wissens- und Informationszeitalter Lebenden. Die verfügbare Menge an Wissen, an potenziellem, ist unermesslich, sie zu bewältigen, aufzunehmen oder zu speichern, kann längst nicht mehr ein Ziel sein, es würde den Geist nur, vielleicht intendierte Montaigne das, träge machen, und von dem abhalten was seine eigentliche Aufgabe ist, und dem Wachstum an ihr. — Schöpfung, Analyse, Handhabung und Prüfung: Mehr denn je geht es um den Umgang mit Wissen, mehr als in allen vergangenen Zeiten ist es so vielen möglich ihre schöpferischen Fähigkeiten zu nutzen, mehr denn je erscheint aber gerade diese lebendige Geistigkeit von allen Seiten bedrängt und überfüttert zu werden.

*Montaigne zitiert nach dem Perlentaucher vom 6. Februar