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Leben und Inszenierung

Man unterhält sich über das inszenierte, als wäre es das eigentliche, das eigene Leben, als gäbe es keinen Unterschied zwischen dem was ist und dem das nur so tut als ob und ich sitze als Chronist, als was auch immer, mitten drinnen: Manchmal sind die Gespräche über die Arbeit, den Job, also das, von dem man sagt: Jetzt sind wir schon wieder dort, wir sprechen schon wieder von der Arbeit, reden wir doch über etwas anderes!, ehrlicher. Ehrlich darin, dass sie sich auf das Peinigende, das handfest Erlebte, beziehen, dem man in der geselligen Runde gerne die Präsenz verweigern möchte, auf das man ohnehin jederzeit und sofort zu sprechen kommen kann.

Flexibilisierung, oder:

Verfügbarmachung.

Luxus:

Das unnotwendig Begehrte.

Dekadenz, oder:

Laktosefreie Käsekrainer.

Die Beschleunigung der Lebensverhältnisse…

…fordert eine Instantisierung der Welt.

Tiefe…

…ist eine Frage von Zeit (des sich-Zeit-nehmens).

Humanressource:

Um den Zweck, ein Mehr an Geld, zu erreichen, wird der Mensch im Kapitalismus immer mehr zum Mittel, egal ob er auf der Seite der Konsumtion oder der „Produktion“, steht.

Das Prinzip der Werbung…

…ist die Unwahrheit.

Könnte man dadurch die Gewinne steigern…

…würden im Kapitalismus langfristig auch die Konsumenten durch Maschinen ersetzt.

Die Ökonomie benötigt das Schöne,

aber das Schöne ist ohne sie.

[Dass da etwas ist, das sich der Dienstbarmachung zum Trotz, und unabhängig von ihr, jederzeit aus sich selbst heraus bezeugt, und sich damit ebendieser immer wieder aufs Neue zu entziehen weiß, müsste sie eigentlich völlig irre machen.]