Schlagwort-Archiv: Kultur

Europa ökonomisch zu rechtfertigen,…

…ist, als ob man einen Kulturraum zum Mittel erklärte.

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Modisch und modern

Modisch → Das häufige (angehäufte) Neue.

Modern → Das einsame Neue.

Gefallen

Zu dem, was gefallen hat, zieht es einen immer wieder hin … beinahe magisch.

Gäbe es einen Schöpfer,…

…man müsste ihm die Schönheit der Welt als Zynismus auslegen; so aber kann man sie als Labsal nehmen, sie zu vermehren suchen und sich in Dankbarkeit üben.

Ordnung und Phantasie

Die Gestaltungen unserer Phantasie quellen über den Rahmen, den die Ordnung, die Gewohnheit, das Zurechtgelegte, setzen möchten: Sie wirft alles durcheinander, erzeugt neue, irrwitzige Verbindungen, vielleicht des Spiels, des Lachens, des Scherzes, der Lust am Regellosen, nicht aber eines greifbaren Nutzens, wegen: Ein Kind schert sich nicht um die schwarzen Linien in seinem Malbuch, es fährt darüber hinaus, nicht aus Ungeschick, es achtet sie einfach nicht und malt wonach ihm eben ist*: Wozu etwas Vorgegebenes erfüllen, wenn man etwas Eigenes schaffen kann? Und warum etwas Festlegen, eine Form wählen, wenn das Gezeichnete alles zugleich sein kann? Und warum etwas Nützliches tun, an Regeln und Ziele denken, wenn das Tun selbst schon alles ist?

Doch auch die Phantasie kennt Regeln oder besser: Bestimmungen und Bestimmtheiten, Bezugspunkte, sie schafft im Spannungsfeld von Außen und Innen, ansonsten wäre sie beliebig und ohne Reiz; und diese Regeln können, vielleicht liegt hier einer der Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen, implizit, also: unausgesprochen und unerkannt bleiben oder eben explizit, aufgestellt, um aufgefunden zu werden.

* * *

*Dennoch: Es ist ihm ernst damit, vielleicht: ernst mit dem Vergnügen, das ihm sein Tun bereitet und wehe jemand nimmt ihm Papier und Stift aus der Hand.

Der Dialog oder die Notwendigkeit eines Zwischen

Im Mittelpunkt der folgenden Betrachtung soll der durch Stellvertreter geführte Dialog stehen, in dem diese eine sehr kleine Teilmenge der von den Auswirkungen des Dialogs Betroffenen, darstellen, also nicht mit ihnen ident sind: Um als (berechtigter) Stell­vertreter zu gelten, muss man durch die Betroffenen qua Amt, qua Wahl oder auf irgendeinem anderen Weg legitimiert worden sein; diese Legitimation wird immer von Einzelnen oder Gruppen in Frage gestellt werden, der Dialogs wird Angriffen ausgesetzt sein, gegen die sich die beteiligten Personen behaupten müssen; ihre Kraft erhält diese Behauptung aus der Notwendigkeit des Dialogs und der Nachteile (»Kosten«) die ein Scheitern oder Nichtzustandekommen bedeuten würden.

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Säen und Ernten

Vielleicht begann damit alles Unglück; aber es war auch der Anfang vom Ausgang aus der Unmündigkeit in der Natur.

Staat und Religion

Den Herausforderungen die »der Islam« in Form unterschiedlicher Gruppierungen und Richtungen für die europäischen Gesellschaften darstellt, wird u.a. mit speziellen Gesetzen (Verschleierungsverbote, Novellierung des österreichischen Islamgesetzes) zu begegnen versucht. Zeitgleich treten durch die Terrororganisation, die sich islamischer Staat nennt, verschüttete oder unzureichend beantwortete Fragen wieder deutlich hervor: Jene nach der Trennung von Islam und Islamismus, dem Verhältnis zur und der Rechtfertigung von Gewalt oder die Politisierung von Religion: Das Verhältnis der muslimischen Gemein­schaften zu den europäischen Gesellschaften scheint unter Zeitdruck formuliert werden zu müssen, obwohl die entsprechenden Diskussionen mindestens 15 Jahre alt sind. Den bisherigen Bemühungen beider Seiten steht die Flucht zahlreicher junger Menschen in die Arme dieser Terrororganisation, gegenüber: Die europäischen Gesellschaften scheinen über wenig Bindungskraft zu verfügen und das Leben in Europa für einen Teil der Muslime wenig erfüllend zu sein.

Dieser Essay ist auch eine Replik auf zwei Texte von Niko Alm1; er spürt dem Verhältnis von Staat und Religion nach und versucht eine argumentativ-pragmatische Antwort, ohne zuerst ein bestehendes Konzept heranzuziehen: So soll versucht werden, der gegen­wärtigen Situation, mit möglichst wenig Voreingenommenheit, Rechnung zu tragen. Dies soll in den Kontext der bisherigen Praxis in Österreich gestellt und das Islamgesetz, dessen Begutachtungsfrist soeben endete, in prinzipieller Hinsicht diskutiert werden. — Davor wird der Begriff Religion, sein Verhältnis zur Politik, den Menschen im Allgemeinen und den westlichen Gesellschaften im Besonderen umrissen. — Wenn von »dem Islam« oder »dem Christentum« (und anderen Religionen) gesprochen wird, dann ist damit keine homogene Tradition gemeint, sondern zahlreiche, die die eine oder andere Charakteristik teilen. — Die folgenden Betrachtungen sind an etlichen Stellen auf die großen monotheistischen Religionen hin verengt.

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Geschichte:

Erinnerungen, an die ich mich nicht mehr erinnere.

Erziehung:

Dem Unmittelbaren (dem Triebhaften, dem Natürlichen) nicht (sofort) nachgeben; ihm etwas entgegensetzten, es überführen, auch: beherrschen zu lernen.