Schlagwort-Archiv: Kunst

Beobachtung

Dass sich etwas zeigt und wie es sich zeigt, spricht bereits dagegen es Beobachtung zu nennen, weil es beinahe übergroß in den Beobachter hinein tritt: Umgebung, Dinge, Lebewesen, Menschen und keinesfalls rein visuell. Es passiert, die objektive Bestimmung der Beobachtung ist aufgegeben, besser: aufgehoben, wie die Bestimmung, dass der Beobachter für das Gelingen seiner Beobachtung verantwortlich ist. Man kann es auch als Verselbstständigung des Äußeren, von Teilen des Äußeren, bezeichnen, und je fremder man ihnen ist, je weniger man sie in ihrer Gesamtheit einzuschätzen vermag, also Einschätzungen und ein Verständnis nicht existieren, umso leichter und unmittelbarer gelingt es. Ist man befangen, kennt man das, was man mit seinen Sinnen berührt, ja ist man es gewohnt, dann verweigert es sich, gleichsam. — Passivität ist eine Voraussetzung, eine Art sinnliche Aufnahmebereitschaft, ebenso eine innere Gelöstheit, Leichtigkeit und Neugierde: Ein zweiter Modus des Sehens, der Wahrnehmung insgesamt, Empfindung in dem was sich zeigt, der sich nicht gut steuern lässt, aber unentbehrlich für die Vorstellungskräfte ist.

Advertisements

Angst des Beobachters

Dass ihn also einer spiegelt, so wie es ihm selbst immer wieder gelingt, und einige Augenblicke lang, bis auf den Grund seiner Seele sieht.

Die Kraft der Literatur…

…zeigt sich an ihrem Vermögen den Leser (noch) zu entrücken.

Vermessenheit I:

Im Augenblick seines Offenbarwerdens, das Schöne auch noch verstehen zu wollen.

Modisch und modern

Modisch → Das häufige (angehäufte) Neue.

Modern → Das einsame Neue.

Gefallen

Zu dem, was gefallen hat, zieht es einen immer wieder hin … beinahe magisch.

Eine Stimme zu haben,…

…bedeutet einen Stil zu haben.

Das einmal Vollbrachte…

…ist wenig später schon nicht mehr bedeutsam.

Professionalität:

Gekonntes Agieren in bestimmten und erwarteten Bahnen.

Gäbe es einen Schöpfer,…

…man müsste ihm die Schönheit der Welt als Zynismus auslegen; so aber kann man sie als Labsal nehmen, sie zu vermehren suchen und sich in Dankbarkeit üben.