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Schreiben und lesen

Das Schreiben ist in der Tendenz ein gespannter, das Lesen ein entspannter Zustand, genauer: Während des Schreibens drängt etwas zusammen, wird etwas zusammengedrängt, verdichtet, geordnet und auch wieder gestrichen; das Lesen ist ein Entfaltungsvorgang, weniger mühevoll, befreiter, jedoch ungewisser, also schwebender, manchmal rasend und dann doch: angespannt in dem Sinn, dass etwas herausdrängt und herausdrängen soll.

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Lesen und Dummheit.

Lesen gefährdet nicht die Dummheit, gegen diese ist man weitgehend machtlos, vielmehr ist es Mittel gegen Unbildung und Unwissenheit, es fördert die Reflexions- und Auseinandersetzungsfähigkeiten; nicht zuletzt die Phantasie.

Sprache

Jedes Zeichen ist Klang.

Definitionen:

Sprachliche Erkundungen, Hineinlegungen, (Aus)horchungen.

Auch: Ausbesserungen, Überschreibungen, Verzweiflungen.

Gegen jede Vernunft

Von Roman Frost

Heiner Müller wird jetzt auch vergessen. Das ist ein Autor, der nicht mehr in unsere Zeit passt. Auf Amazon kann man gut verfolgen, wie das kulturelle Erbe nach und nach wegbröckelt. Die vorzügliche Heiner-Müller-Biographie von Jan-Christoph Hauschild, „Das Prinzip Zweifel“, ist jetzt nur noch antiquarisch zu haben. Die tollen Gespräche aus mehreren Jahrzehnten unter dem Titel „Gesammelte Irrtümer“ gibt es schon länger nur noch als Restposten. Dass man Müller mit einer Gesamtausgabe bei Suhrkamp kanonisiert hat (also kaltgestellt), kann man auch als Zeichen lesen. Mehr von diesem Beitrag lesen