Schlagwort-Archiv: Medien

Facebookpolitisiert.

Advertisements

Diener meines…

Herren Handys.

Das Private…

…ist das Verborgene [das vor manchen anderen Verborgene; das, was wir gerne verborgen hätten; das verborgen Geglaubte].

Vom Nachäffen

Kant schrieb in einem seiner Aphorismen, dass das Nachahmen der „Leitfaden für das Genie“ sei. „Aber eben“ heißt dort es weiter: „nicht den Buchstaben und das Persönliche, sondern den Geist […] Das erstere heißt Nachäffen.“* Damit hat Kant in der Unkenntnis des Phänomens, aber in der Sache treffend, auch ein Urteil über das, was wir heute Selfie-Journalismus nennen, gesprochen.

*„Köche ohne Zunge“, Steidl Verlag, Göttingen, 2014, S 43

Information, Wissen und Denken

Information ist ihrem Wesen nach Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ungebundenheit und Transportabilität; ihr mangelt es an der Tiefenstruktur, die alles Wissen kennzeichnet, an Prüfung und daraus folgend: Ordnung, Gebundenheit und Bezogenheit. Das ständige Fließen, das Neuankommen und die Aufforderung das Neuangekommene aufzuarbeiten unterminiert diese Vorgänge und damit letztlich alle Tätigkeiten (Beschäftigungen) die ihrem Wesen nach Ruhe, Zeit und Konzentration benötigen, zu denen auch das (Nach)denken zählt. Zugespitzt lässt sich daher feststellen, dass die Allgegenwart der Information das (Nach)denken verhindert, verunstaltet, ja tötet.

Kritik aus „dem Inneren“: Walter van Rossum

Kritik an Medien und am Journalismus kommt zur Zeit mehrheitlich, wenn auch nicht ausschließlich von außen, den Sehern, den Lesern, den Rezipienten. Um so schwerwiegender ist es, wenn ein Journalist dem Betrieb eine geradezu vernichtende Kritik ausstellt und damit die Kritiker von außerhalb bestätigt und bestärkt: Der freie Autor und Medienkritiker Walter van Rossum ist manchmal etwas grob, was wohl seinem Ärger geschuldet ist, er klagt, ist gleichzeitig aber desillusioniert, bisweilen schimpft er fast; umso erstaunlicher ist sein Fazit: „Aber ich glaube alles in allem nicht, dass das System der alten Öffentlichkeit rehabilitierbar ist, ich halte es nicht einmal für wünschenswert. Irgendwie durchlebt die Gesellschaft gerade einen medienkritischen Crashkurs – was nach Jahren der medienkritischen Öde auch dringend nötig war. Dabei haben wir schon eines gelernt, was ich für großartig halte, nämlich das mediale Improvisieren. Wir basteln uns gerade – jeder auf seine Art – die Informationen zusammen, die wir brauchen. Und darin steckt in meinen Augen schon so etwas wie eine Skizze der medialen Zukunft. Ich finde die Chancen aufregender als die Klage über die Verluste.“

Weiter auf Begleitschreiben.

Tag der offenen Tür?

Udo Stiehl schlägt vor den »Lügenpresserufern« den Alltag in den Redaktionen zu zeigen um auf diesem Weg ihrer Kritik zu begegnen; das klingt ein wenig nach Verzweiflung, könnte aber ein Ansatz sein, wenn man ihn unter den richtigen Vorzeichen begeht.

Weiter auf Begleitschreiben.

Medienrezeption

Diese beiden Tweets landeten heute in meiner Timeline direkt hintereinander; man kann sie als ein ironisch-pointiertes pars pro toto der auseinanderklaffenden Welten von Journalisten und Medienrezipienten deuten:

Nachtrag, 11.01.2015; die Brennpunkt Sendung ist nun in der ARD-Mediathek verfügbar.

Politische Analytik zuerst. Eine Replik auf Anneliese Rohrer.

In ihrem Text „Das Irrationale zu Ende denken?“ schlägt Anneliese Rohrer einige richtige und wichtige Dinge vor, etwa im Umgang mit Russland; zugleich bleibt sie einer weit verbreiteten Art der politischen Betrachtung verhaftet und bemerkt nicht, dass das (europäische) politische Denken (die geopolitische Analyse) weitgehend inexistent ist; statt nachzudenken und zu analysieren hantieren wir mit den Kategorien der Moral, personalisieren Fragen nach Macht und Interesse und denken eurozentrisch. — Damit werden wir bestehende Konflikte eher ausweiten als beschränken und neue durch unser eigenes politisches Handeln entfachen, einfach weil wir nicht mehr zu begreifen im Stande sind, welche Auswirkungen unser Tun hat, aus welchen Gründen andere handeln oder welche Ziele und Interessen sie haben (und in welchem übergeordneten Kontext all dies steht). — Dieses Phänomen ist nicht neu und bis in die Tagespolitik** hinein zu beobachten.

Weiter auf Fisch und Fleisch.

Das Prinzip der Werbung…

…ist die Unwahrheit.