Schlagwort-Archiv: Miniatur

Rückkehr und Stimmen: 2. Auf der Sonnenterrasse

Ich ließ den Wirt noch einmal auf die leere Sonnenterasse, in die Nacht hinaus, kommen: Ich stand, ein Zigarillo rauchend und an einen Tisch gelehnt, da: Was für ein Trubel hier bis zum späten Abend geherrscht hatte!: Aber jetzt war Ruhe, erzwungene Ruhe und eigentlich hätte ich längst mein Lager beziehen müssen: Mehr von diesem Beitrag lesen

Cocktail mit Shrimps

Es ist mir, sagte Sobotsky mit schneidender Stimme, scheißegal ob da draußen irgendwann noch Krill oder wie man dieses Viecherzeugs nennt, schwimmt, ich will ihn essen, jetzt, verstehen sie das? Kai starrte ihn an, öffnete seinen Mund, zu langsam und Sobotsky kam ihm zuvor: Ich gebe ihnen einen Rat, denken Sie nicht darüber nach, warum sie ein Glas Bordeaux trinken, tun sie es. Und bevor dieses Gesellschaftstheater losgeht: Es mir ebenso scheißegal, wie es um die Welt steht, solange sie abwirft, was ich brauche. Mehr von diesem Beitrag lesen

Erinnerungen

Eine Träne, silbern und schwarz, hing einige Lidschläge lang an ihrer dunklen Lippe, und glitt, da sie niemand zurück hielt, zähflüssig darüber; wenig später floss sie ihren schlanken Hals hinab, entlang eines braunen Bandes, dunkel und bedrohlich glänzend, wie in vorherbestimmter Bewegung; zuletzt blieb sie in der Waagrechten hängen, als hätte sie, wie geplant, am Ende des Bandes ihren Platz erreicht, um ihre Trocknung zu erwarten.

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Die bleibende Religion

Eine Prosaminiatur. Weiter als PDF.

No artists

Sie halten sich für einen Künstler? Der Fürst, Chef der Werbeagentur blogocentrics, erhob sich. Trotz seines in Schäumung geratenen Temperaments, hatte Bob Macha äußerlich Ruhe und Würde bewahrt: Er, Herr über ein Imperium von Firmen, durfte sich nicht von einem Praktikanten, einem talentierten, immerhin, aus der Fassung bringen lassen: Sein Ethos verbat es ihm. Mehr von diesem Beitrag lesen

Bernards Schrei

Ein Schrei, mein Schrei wird mir bringen, was nicht durch das Meine ist. Diese
Worte fuhren in Bernards Kopf herum, wirbelten durcheinander, bildeten,
mit anderen gemeinsam, verschiedenste Kombinationen, offensichtlich sinnlose
und solche die es weniger waren, setzten sich fest und lösten sich wieder,
nur um erneut ihren Platz zu beanspruchen. Bernard wusste nicht woher sie
kamen, doch sie waren da, wühlten ihn auf und trotz ihrer Inkongruenz und
Unverlässlichkeit verstand er was sie zu sagen hatten, was er zu sich selbst
sagte, was sich aus dem Unbewussten in die Form der Sprache ausgoss. Ohne
dass es ihm jemand befohlen hatte, nicht einmal er selbst, versuchte sein Körper
alles, was ihm an Macht und Kraft zur Verfügung stand, in die Formung
eines Schreis zu stecken, sich mit allen Mitteln bemerkbar zu machen und
doch schwieg er und bemühte keine Geste: Bernard schrie und nichts regte
sich.

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Bernard

Ein Schrei, mein Schrei wird mir bringen, was nicht durch das Meine ist. Diese Worte fuhren in Bernards Kopf herum, wirbelten durcheinander, bildeten, mit anderen gemeinsam, verschiedenste Kombinationen, offensichtlich sinnlose und solche die es weniger waren, setzten sich fest und lösten sich wieder, nur um erneut ihren Platz zu beanspruchen. Bernard wusste nicht woher sie kamen, doch sie waren da, wühlten ihn auf und trotz ihrer Inkongruenz und Unverlässlichkeit verstand er was sie zu sagen hatten, was er zu sich selbst sagte, was sich aus dem Unbewussten in die Form der Sprache ausgoss. Ohne dass es ihm jemand befohlen hatte, nicht einmal er selbst, versuchte sein Körper alles, was ihm an Macht und Kraft zur Verfügung stand, in die Formung eines Schreis zu stecken, sich mit allen Mitteln bemerkbar zu machen und doch schwieg er und bemüht keine Geste: Bernard schrie und nichts regte sich. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein Spiegel, wie ein Spiegel musst du sein.

Bob Macha tat zwei Schritte rückwärts und sah in den verhangenen Himmel. Jetzt durfte er wieder leben, die Wolken und die Erde lieben! Mehr von diesem Beitrag lesen

In der Kantine. Und einen Stock tiefer.

[Dazu. Und dazu.]

Knecht und Gehilfe.

– Boss, das war geil. Einfach geil. Ein Lehrstück wie Sie den fertig gemacht haben. Und er hat alles zugegeben.
– Hmm? Ach so, den Pfeifer meinen Sie? Mehr von diesem Beitrag lesen

Allegro vivace

Zu den vorangegangenen Takten.

– Hassliebe? Ja, schon. Aber es ein Verdienst dieser Zeit, dass ich abends und auch manchmal tagsüber an meiner Kunst sitzen kann. Die Bedingungen erlauben das und sie erlauben es vielen – ein Fortschritt, ohne Zweifel.
– Sie sind Künstler? Was treiben Sie denn? Mehr von diesem Beitrag lesen