Schlagwort-Archiv: Misstrauen

Maxime VI

Dem Superlativ immer, ausnahmslos!, misstrauen.

Da wir häufig nicht überprüfen können, ob er tatsächlich zutrifft und seine Verwendung kaum begründet wird, muss man davon ausgehen, dass er im Dienst des Interesses, der Werbung, der Parteilichkeit und der Unwahrheit, steht.

Vom Misstrauen sich selbst gegenüber. Anmerkungen zum Antifaschismus.

Er wisse nicht, sagte ein Freund vor etlichen Jahren in einer Diskussion über den Nationalsozialismus, was er damals für ein Schwein gewesen wäre: Seine Worte fielen mir in den vergangenen Tagen rund um die Diskussionen über den Akademikerball der FPÖ, die damit verbundenen Demonstrationen und gewalttätigen Ausschreitungen wieder ein: Es blieb das einzige Mal bislang, dass sich jemand in meinem Beisein oder auch öffentlich nicht nur derart radikal, sondern überhaupt selbst das Misstrauen ausgesprochen hatte: Noch immer nötigt mir dieser Satz eine Menge Respekt ab und ich hätte ihn in der Vergangenheit nicht auszusprechen vermocht: Heute hingegen erscheint es mir beinahe billig ihn nachzusprechen, obwohl es das, so es ernst gemeint und mit Nachdruck geschieht, keineswegs ist. Weiter auf Begleitschreiben.