Schlagwort-Archiv: Mystik

Stille ist.

Ruhe kehrt ein.

Aphorismus II

Im Aphorismus zeigt sich, vielleicht am überschaubarsten und deutlichsten, was Literatur, abseits von vielem anderen, eigentlich ist: Eine Überschreiterin, die uns andere Welten zugänglich macht, ohne unsere eigene aufgeben zu müssen, die in einer Art Aporie oder coincidentia oppositorum, ihre Grundbedingung ist.

Zeitlichkeit und Ewigkeit

Der, der ewig ist, besitzt die Zeit.

Die bleibende Religion

Eine Prosaminiatur. Weiter als PDF.

Übermut?

Dass unser Verstand sich bisweilen größenwahnsinnig, ich möchte fast sagen: wie ein kleiner Narr verhält, lässt sich sogar bei den Mystikern erkennen: Hinterher konnten sie nicht davon lassen, ihre, den Verstand übersteigenden Erfahrungen, noch mit demselben fassen zu wollen.

Jahreswechselnotiz

Das Erleben von Zeit ist, so meine These, an eine Art inneren Schlag gebunden, ganz wie in der Musik, gibt das Metrum dem Stück erst, und vor allem: der Spielende sich selbst, ein bestimmtes Erleben von Zeit. Der Schlag entspricht nicht der objektiv verstreichenden Zeit und definiert sie trotzdem: Die gefühlte steht gegen die gemessene und es läge an uns, auch an uns.

Das „wie“ ist allerdings schwierig auszumachen, man müsste es schon in einer weitgehenden und zu erweiternden Autonomie vermuten — vielleicht die Gelassenheit der deutschen Mystiker?