Schlagwort-Archiv: Politik

Pragmatismus

Eine pragmatische Haltung ist nicht daran zu messen, ob sie sich an irgendwelchen Idealen orientiert, sondern daran, wie weit sie von diesen abzugehen bereit ist und warum.

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Politik und Ökonomisierung.

Die Logik der Ökonomisierung bedeutet für die Politik, dass sie verkauft werden muss, bevor sie noch begonnen hat. — Versprechen und Vertrauen werden durch Selbstgefälligkeit und Gewissheit ersetzt.

Nein, der achte Mai ist für mich kein Tag der Freude.

Jeder, der die Regeln der Logik beherzigt, wird vor dem Umkehrschluss zurückschrecken; er wird erkennen, wenn er es nicht ohnehin weiß, dass das »tertium non datur« hier gar nicht gültig ist, da sich an diesem Tag, wie an jedem anderen, neben Trauer und Freude auch andere Emotionen einstellen (oder nicht einstellen) können. Und er wird bemerken, dass diese (fehlenden) Emotionen nicht notwendiger Weise mit der politischen oder zeitgeschichtlichen Deutung und Bewertung der Ereignisse korrelieren müssen. – Nach einer kurzen Phase des Nachdenkens wird er sich vergegenwärtigen, welche Funktionen und welche Auswirkungen die politische Loyalisierung durch Emotionen hat.

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Zoon politikon

Ein politischer Mensch zu sein, bedeutet seine Naivität ein Stück weit verloren zu haben.

Politik und Moral I

Moralische Vorstellungen mögen Anstoß und Motivation zur Beschäftigung mit politischen Fragen und Problemen sein, sie sind aber nicht mit deren Lösung zu verwechseln. Die Moral sagt nicht was zu tun ist, sie sagt auch nicht wie, nur: dass etwas geschehen muss. — Das Trügerische an der Moral ist, dass sie uns sicher macht auf der richtigen Seite zu stehen, dass das bereits genügen könnte und eigentlich blind für die Schwächen der eigenen Position, die Richtigkeit der anderen und die Notwendigkeit von Kompromissen.

Professionalität:

Gekonntes Agieren in bestimmten und erwarteten Bahnen.

Die unpolitische Haltung…

…ist eine politische wider Willen.

Pegida: Phänomen einer Entfremdung?

Wenn die hier vertretene Leserichtung, möglicherweise auch nur in Teilen, zutreffend sein sollte, dann ist die Auseinandersetzung mit Pegida bedeutsam, weil ihre Ergebnisse über das konkrete Phänomen hinaus reichen: Pegida wäre dann, mehr in ihrer Zusammensetzung als in ihren Forderungen, eine Keimzelle gesellschaftlicher Entwicklungen und zugleich deren erstes Resultat. — Pegida ist keine Gefahr, aber vielleicht eine Wegmarke; Hysterisierungen sind unangebracht.

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Der Shitstorm und die Zerstörung des öffentlichen Diskurses

Der Shitstorm ist gewiss nicht das letzte, aber sicherlich ein deutliches Anzeichen einer weitgehenden Infantilisierung und Emotionalisierung der öffentlichen (politischen) Debatte; er verbindet gedankenloses Handeln und konformes Verhalten mit dem Willen zur Herrschaft*.

Weiter auf Fisch und Fleisch.

Ignoranten…

…sind Leute deren Meinung sich auf Desinteresse der eigentlichen Angelegenheit gegenüber, stützt.