Schlagwort-Archiv: Presse

Es steht, selbstverständlich, das Publikum in der Verantwortung!

Wie sich der sogenannte kritische Journalismus aus der Pflicht (also Kritik) zu nehmen weiß, ist immer wieder erstaunlich, als ob es, nur um ein Beispiel zu bemühen, den Skandal- und Biographiefeuilletonismus gar nicht gäbe: „Für ein Publikum, das gern zwischen Gut und Böse trennt, ist das nicht ganz einfach.“ lautet der vorletzte Satz in Sibylle Hamanns Text „Bei manchen Menschen gehört eben auch die dunkle Seite dazu“. — Womöglich ist es aber schlimmer und ein Bewusstsein dafür, welche Rolle der eigene Berufsstand hierbei spielt, fehlt überhaupt (der Titel deutet ja darauf hin).

Selbstgefälligkeiten eines Berufsstandes

Kritischer Journalismus ist einer, der die Kritik auch gegen sich selbst zu wenden vermag, der Kraft und Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzt: Das irreführende Wort von der vierten Gewalt, die weder demokratisch legitimiert ist, noch kontrolliert wird oder jenes, in den vergangenen Tagen immer wieder bemühte, von der freien Presse als Garant unserer Demokratie, vergisst oder übersieht, dass weder Presse noch Journalisten per se irgendetwas garantieren, sondern nur deren Fähigkeiten und Arbeit, das heißt: Die Funktionalität und Qualität von Presse, Pressewesen und anderen Medien helfen den öffentlichen Diskurs sicherzustellen und dienen dem Interessenausgleich einer Demokratie. — Sie helfen und dienen: Aber sie repräsentieren diesen Diskurs nicht alleine. Mehr von diesem Beitrag lesen

Finanzskandal in Salzburg. Ein weiteres Lehrstück.

Der Finanzskandal in Salzburg, ein neuer in der langen Liste von Korruption, Miss- und Freunderlwirtschaft, zeigt wieder einmal und exemplarisch, dass sich etwas im System der repräsentativen Demokratie in Österreich ändern muss. Dabei ist das Problem nicht grundsätzlich das repräsentative System, sondern seine Funktion, die aus verschiedensten Gründen beeinträchtigt ist; einer der Gründe, die Fähigkeiten des politische Personals, wird sich kaum von Heute auf Morgen beheben lassen können, es stellt sich (wieder einmal) die Frage, warum der geschädigte und verhöhnte Bürger nicht endlich an sein Recht kommen und den seine Beteiligung einfordern, bzw. in dieses gesetzt werden sollte, um seinen Beitrag leisten, um tatsächlich mitbestimmen zu können. Mehr von diesem Beitrag lesen

Eine Frage von Stil? Ein Kurzbesuch im Weblog eines Chefredakteurs.

Stellen Sie sich vor Sie schreiben einen Leserbrief an die Zeit-Redaktion. Oder an die SZ. Oder die FAZ. Und in der abgedruckten Antwort bezeichnet Sie der zuständige Redakteur als Idiot.

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