Schlagwort-Archiv: Prosa

Das Leben reicht nicht für ein Buch

Ach was! Der Blogozentriker fuhr mit seinen Händen durch die Luft, als müsste er einen Schleier vor meinen Augen zerreißen: Sieh doch hin, du hast mehr als genug! Mehr von diesem Beitrag lesen

Skizzen, Bilder, Träume. Aus einer Stadt.

I

Aufbruch

Ich sehe die Straße hinunter, und hänge meine Tasche über die Schulter. Die Hände in den Hosensäcken, gehe ich los, wie an jedem anderen Tag auch. Doch meine Bewegungen verraten mich, sie folgen irgendeinem Takt, fließen dahin, und zeigen an ihren End- und Wendepunkten ein feines Zittern. Aber da ist kein Takt, und ich summe auch kein Lied. Die Dinge ringsum bemerken es, mehr als die Menschen, und blicken mich neugierig an. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Das Ewige und die Welt

Ihr Götter!, rufe ich lachend; und während meine Stimme durch ein Labyrinth aus Stein irrt, und sich immer wieder überschlägt, greife ich einen faustgroßen Splitter aus dem Bett, und schleudere ihn gegen den Himmel. Ich betrachte seinen Fall, und male ich mir den ihren aus: Was hattet ihr, außer Hohn, für unsere geliebte Erde übrig? Mehr von diesem Beitrag lesen

Verloren

Ich wünsche mir die Trauer zurück; und mit ihr all die Namen, die in die Nacht hineinragen, wie ein abgebranntes Stück Holz, oder ein Schwert, das alles zerreißt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Welt ein Zeichen einzuschreiben

Wer kennt das Bedürfnis nach Ewigkeit nicht? Einmal ein banges Flehen, und dann wieder Sehnsucht: Etwas müsse doch bleiben, sagt man sich, irgendetwas, aber man weicht aus, schiebt die Schuld den regennassen Sträuchern zu, dem Grau des Himmels, und dem endlosen Geflecht der fallenden Tropfen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Thomas. Fragmente und Erinnerungen.

Erzählen. Was kann man anderes tun, als erzählen? Was bleibt in dieser Welt noch, als sich am Erzählten zu berauschen, und im Rausch von ihr zu erzählen? Was, als dieser Welt seine eigene entgegen zu halten, und aus einer Gegnerschaft heraus zu bejahen? Und doch: Es gibt ein Leben, es gibt ein Versprechen, das selbst jene Fliesen zurückwerfen, die jeden Tag meine Füße zerschneiden. Mehr von diesem Beitrag lesen

Gespenster

Heute Abend traf ich Gespenster; wie Menschen sahen sie aus, und alle Straßen waren voll. Mehr von diesem Beitrag lesen

Vorbereitungen für eine Feier

Bernd lachte, er kringelte sich vor Lachen. Dann faselte er etwas von grauen Haaren, die mir gut stünden, und dass da jeder durch müsse. Jeder. Mehr von diesem Beitrag lesen

In Garten und Park

Endlich Sonne. Die Luft roch grün, und über meinem Kopf schoben die Kastanien ihre Finger zu einem vielschichtigen Dach zusammen. Ich aber sah nur den Kies, der zwischen den kugelförmigen Büschen, und den Rasenflächen hervor leuchtete, und wollte vorbei an den Menschen, ans hintere Ende, zu der gemauerten Ruine mit dem Tümpel, und dem kleinen Brunnen; ich eilte über die Wege, und beachtete nichts. Mehr von diesem Beitrag lesen

Fäden und Papier

Über Daumen und Zeigefinger meiner linken Hand schwebt die rechte, und als es nicht mehr auszuhalten ist, greifen ihre Finger rasch zu, und nehmen das gefaltete, briefmarkengroße Stück Papier an sich; erlöst lassen Daumen und Zeigefinger davon ab, und der Schweiß ihrer Kuppen hat das Papier feucht und faserig gemacht. Mehr von diesem Beitrag lesen