Schlagwort-Archiv: Qualität

Von der Hoffnung des Neuen. Eine Replik auf Roman Frost.

Die Entdeckung einer Welt, ihrer Werke, ja: der Alten selbst, der großen Alten, der Unbekannten und unverdient Vergessenen, steht an. Das ist die Hoffnung, die das E-book formuliert, die es impliziert, von kaum einem bemerkt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Schwarm ist nicht nur digital. Eine Replik.

Das Netz und alle damit verbundenen Phänomene lassen sich nicht nur unaufgeregter, sondern auch besser verstehen, wenn man zwei (ansonsten eigentlich übliche) Annahmen trifft: Erstens: Das Netz gibt es nicht, allenfalls als Vereinfachung und Abstraktion, es ist ein Medium über das Individuen miteinander interagieren und kommunizieren, und damit vielfältig, wie die Welt selbst, auch wenn es nur einen Teil derselben darstellt oder repräsentiert. Zweitens: Alle die daran teilhaben, es gestalten oder konsumieren, sind Menschen und bringen grundsätzlich jene Motive, Handlungen oder Verhaltensweisen mit, die sie aus ihrem Alltag gewohnt sind; deshalb sollten alle Phänomene des Netzes zunächst einmal dahingehend betrachtet werden, ob sie auch in der Welt außerhalb des Netzes beobachtbar sind. Das schließt nicht aus, dass dieses Medium spezifische Probleme oder Phänomene hervorbringt, fördert oder filtert: Genügen die bekannten Erklärungen nicht mehr, dann müssen neue gefunden und begründet werden, die dann mit dem Medium selbst zusammenhängen, es kennzeichnen und als typisch anzusehen wären.
Weiter auf Begleitschreiben.

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Israel als offizielle Atommacht.

Zumindest dem ORF zufolge, in einem Artikel über die Atomanlagen im Iran, letzter Absatz: Auch Obama hat ein militärisches Eingreifen als letzten Schritt nicht ausgeschlossen, setzt aber weiter auf Sanktionen und Verhandlungen. Doch gerade von Israel, der momentan einzigen offiziellen Atommacht im Nahen Osten, wächst der Druck auf ein rasches Handeln. Doch die Anlage in Fordo ist tief im Berg untergebracht und daher vor Luftangriffen geschützt.

Das nächste Mal vielleicht Wikipedia konsultieren? Wenigstens das?

Österreichischer Qualitätsjournalismus:

Eine contradictio in adiecto.
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Fragwürdige Praktiken auf der Webseite des „Standard“.

Kurz nach Mittag rief ich heute die Webseite des Standard auf, und arbeitete mich durch die Überschriften und Kurzfassungen, bis ich an einem Artikel hängen blieb: Er betraf den Tod von Michael Jackson, und trug den sinnbefreiten Titel Michael Jackson starb durch Tötungsdelikt. Lachend wählte ich ihn aus, und überflog zuerst die Leserkommentare, um zu sehen, ob das Missgeschick schon jemandem aufgefallen war, und in der Tat, ein Kommentator hatte, Wittgenstein zitierend, bereits darauf aufmerksam gemacht. Das weitere Lesen des Artikels verhinderte ein Blick auf die Uhr, denn es war Zeit wieder an die Arbeit zu gehen – ich beschloss es später nachzuholen.

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Privater Waffenbesitz.

Für die Einschränkung privaten Waffenbesitzes argumentieren? Steht jedem frei. Aber bitte nicht mit halbgaren Scheinargumenten wie unlängst in einem Leitartikel in der Zeit.

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Entwicklungen im Journalismus

Insgeheim hatte ich gehofft bei dieser Veranstaltung etwas dahingehend zu erfahren, aber die Mühe eine alternative Erklärung, eine Gegenthese, oder Ergänzung zu Nick Davies‘ Ausführungen zu entwickeln, hatte sich niemand gemacht.

Ich frage mich, ob eine rasend gewordene Moderne nicht zwangsläufig Entwicklungen mit sich bringen muss, die denen die man bei der erwähnten Veranstaltung thematisierte, und weitgehend mit Kommerzialisierung erklärte, gleichen.

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Ausverkauf der Qualität – Steht journalistischer Anspruch vor dem Ende?

Truth. Das entscheidende Wort fällt gleich zu Beginn, und es umfasst Ziel, Anspruch, und Maßstab dessen, was man als Qualitätsjournalismus bezeichnet. Aber wenige Sätze später wird es bereits durch das Versagen eines ganzen Berufsstandes, – dokumentiert durch einige Fälle aus der jüngeren Vergangenheit -, konterkariert. Journalists should check things, and ask questions. Oft passierte genau das nicht, man erinnere sich an die Behauptungen über angebliche Massenvernichtungswaffen des Irak unter Hussein, die Lewinsky-Clinton Affäre, oder den Millenniumsbug. Hier wie da hat das was wir Journalismus nennen, versagt, oder zumindest erst sehr viel später – also zum falschen Zeitpunkt – funktioniert.

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