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Beweis II

Ein Beweis ist eine dargelegte Unausweichlichkeit.

Realitäten:

Von Amts wegen nicht immer vorgesehen.

Ordnung und Phantasie

Die Gestaltungen unserer Phantasie quellen über den Rahmen, den die Ordnung, die Gewohnheit, das Zurechtgelegte, setzen möchten: Sie wirft alles durcheinander, erzeugt neue, irrwitzige Verbindungen, vielleicht des Spiels, des Lachens, des Scherzes, der Lust am Regellosen, nicht aber eines greifbaren Nutzens, wegen: Ein Kind schert sich nicht um die schwarzen Linien in seinem Malbuch, es fährt darüber hinaus, nicht aus Ungeschick, es achtet sie einfach nicht und malt wonach ihm eben ist*: Wozu etwas Vorgegebenes erfüllen, wenn man etwas Eigenes schaffen kann? Und warum etwas Festlegen, eine Form wählen, wenn das Gezeichnete alles zugleich sein kann? Und warum etwas Nützliches tun, an Regeln und Ziele denken, wenn das Tun selbst schon alles ist?

Doch auch die Phantasie kennt Regeln oder besser: Bestimmungen und Bestimmtheiten, Bezugspunkte, sie schafft im Spannungsfeld von Außen und Innen, ansonsten wäre sie beliebig und ohne Reiz; und diese Regeln können, vielleicht liegt hier einer der Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen, implizit, also: unausgesprochen und unerkannt bleiben oder eben explizit, aufgestellt, um aufgefunden zu werden.

* * *

*Dennoch: Es ist ihm ernst damit, vielleicht: ernst mit dem Vergnügen, das ihm sein Tun bereitet und wehe jemand nimmt ihm Papier und Stift aus der Hand.

Als Tatsache wird angesehen,

was niemand bestreitet.

Ich träume.

Immer.

Theorien:

Fesseln der Wirklichkeit.

Das Nächste, bitte!

Ein schöner, ausführlicher und gut lesbarer Essay von Stephan Porombka im Perlentaucher. Ein Ausgangspunkt für Diskussionen nicht nur um die Entwicklung von Literatur, sondern der Realität und Gesellschaft selbst mit allen Vor- und Nachteilen von Virtualität, Kommunikation und Digitalisierung (besonders der Abschnitt über die Orientierungsfigur des Nächsten lässt an ein Amalgam von Moderne und Postmoderne als Beschreibung gegenwärtiger Entwicklungen denken).

Erinnerungen

Eine Träne, silbern und schwarz, hing einige Lidschläge lang an ihrer dunklen Lippe, und glitt, da sie niemand zurück hielt, zähflüssig darüber; wenig später floss sie ihren schlanken Hals hinab, entlang eines braunen Bandes, dunkel und bedrohlich glänzend, wie in vorherbestimmter Bewegung; zuletzt blieb sie in der Waagrechten hängen, als hätte sie, wie geplant, am Ende des Bandes ihren Platz erreicht, um ihre Trocknung zu erwarten.

Weiter auf Begleitschreiben.

Sphären voll Lebendigkeit

Gefasstheit, Intensität, Moment; jeder Tag sagt träume, sagt erschaffe: Fülle meinen wir, wenn wir Leben sagen, schreiben und erfahren; sie tritt im Fiktiven hervor, wie im Realen, uneingeschränkt und unmittelbar. [Anstoß]

Dort, wo nichts sein muss…

…haben sich Ideal und Hoffnung aufgelöst, ist die Realität willkommen und das Glück.

[Eine ähnliche Umkreisung findet sich hier.]