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Eigentlichkeit bedeutet etwas zum Selbstzweck zu machen,

es der Dienerschaft zu entheben und damit auch: sich dieser selbst zu entreißen! — Vielleicht ist es genau das, was wir beim Betrachten und Herstellen von Schönem erfahren, und warum wir es lieben.

Die Ökonomie benötigt das Schöne,

aber das Schöne ist ohne sie.

[Dass da etwas ist, das sich der Dienstbarmachung zum Trotz, und unabhängig von ihr, jederzeit aus sich selbst heraus bezeugt, und sich damit ebendieser immer wieder aufs Neue zu entziehen weiß, müsste sie eigentlich völlig irre machen.]

Das Eigentliche,

ist das Schöne, das, was jederzeit und immer, für sich selbst stehen kann.

Die Natur ist ohne den Menschen schön.

Was er erbaut hat, leuchtet ohne ihn, wird eindrücklich in aller Stille. — In seiner eigenen Abwesenheit erst, erfährt der Betrachter.

Frühling II

Wie schön, nicht dienen zu müssen.

Gesichter wie Worte…

…tragen Ausdruck und Bedeutung. Dennoch: Bei jeder Begegnung legen wir etwas hinein, das vorher nicht in ihnen war.