Schlagwort-Archiv: Selbstzweck

Sprache…

…ist das einzige Werkzeug, dass eben diesen Zustand bloß ein Mittel zu sein, zur Selbstzwecklichkeit hin überschreiten kann. — Man nennt das dann Literatur.

„Funktionieren“

Wenn, dann lieber ein „stotterndes“, denn ein laufendes Rad im Betrieb.

„Verloren für einen nützlichen Verkehr mit den Menschen…“

Muss das nicht auch (zumindest: auch) sein?

[Gefunden in diesem sehr schönen Radio-Essay über die Aktualität von Märchen.]

Eigentlichkeit bedeutet etwas zum Selbstzweck zu machen,

es der Dienerschaft zu entheben und damit auch: sich dieser selbst zu entreißen! — Vielleicht ist es genau das, was wir beim Betrachten und Herstellen von Schönem erfahren, und warum wir es lieben.

Die Ökonomie benötigt das Schöne,

aber das Schöne ist ohne sie.

[Dass da etwas ist, das sich der Dienstbarmachung zum Trotz, und unabhängig von ihr, jederzeit aus sich selbst heraus bezeugt, und sich damit ebendieser immer wieder aufs Neue zu entziehen weiß, müsste sie eigentlich völlig irre machen.]

Das Eigentliche,

ist das Schöne, das, was jederzeit und immer, für sich selbst stehen kann.

Maxime III

Unverfügbarkeit und Unbestimmtheit begründen den Selbstzweck.

Da, wo etwas oder jemand, für sich stehen oder sein soll, müssen wir uns von unseren Verpflichtungen und Bindungen lösen, für jene Zeitspanne, während der sich eben dies erfüllen soll.

Maxime II

Überall wo Betrieb war, den Selbstzweck setzen.

Zum Betrieb hier. Zum Selbstzweck dort.

Selbstzwecklichkeitsbezeugung („Menschbleibung“)

Schaffen, um des Schaffens Willen, bloß als ein grelles Beispiel für Handlungen, die nichts weiter als sich selbst verfolgen. Dies bedeutet, ihnen in Freundschaft verbunden zu sein, erinnert an die eigene Selbstzwecklichkeit und bezeugt sie: Dem Menschen und der Menschlichkeit nahe und ein Stück weit von der Logik des Zweckgebundenen entfernt.