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Von der Verstrickung in die Zeichen

Das Vorbewusste, das geteilte Unbewusste, das Unausgesprochene, das ist der Geist, der über den Wassern schwebt: Unauflösbar scheinen die Zeichen mit dem Inhalt, dem ihnen Zugewiesenen, immer schon verbunden gewesen zu sein. Keine Verbindung, die auf Gewohnheit, Bewusstheit oder Lernen ruht, sondern auf etwas Strukturinhärentes verweist: Die Zeichen wären also nur an der Oberfläche vom Inhalt zu trennen. — Etwas, das vielleicht auch damit zu tun hat, dass wir alle zuerst zeigen, bevor wir sprechen, zeichnen oder schreiben.

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Wiederholungen…

…bringen das Verborgene, das unbewusst Angeeignete, das Mitschwingende (das verborgene Selbstverständliche) zur Sprache: Weiß man nicht, was zwei Begriffe, die man sonst ganz selbstverständlich verwendet, trennt oder worin sie sich unterscheiden, so hilft es, sie gegeneinander zu wägen, sie durch ein Wiederholen im Geiste zu befühlen und zumeist wird man recht bald wissen, was man gesucht hat.

Bedeutungen sind…

…ihrem Ursprung nach: Ahnungen.

Das Wesen des Aphorismus’…

… liegt in Prägnanz und Geschlossenheit begründet.

Sprache…

…ist das einzige Werkzeug, dass eben diesen Zustand bloß ein Mittel zu sein, zur Selbstzwecklichkeit hin überschreiten kann. — Man nennt das dann Literatur.

Hülsen und Stil

Lässt sich unsere Realität mit den Worthülsen der Öffentlichkeit, wie sie uns gerade wieder um die Ohren fliegen, überhaupt noch angemessen fassen? Oder verschmieren sie mit dem, was wir uns schon zurechtgelegt haben? Ist eine Voraussetzung dieser Angemessenheit, die mit einer Kritik der Verschmierung gleichzusetzen ist, nicht auch eine stilistische?

Als Tatsache wird angesehen,

was niemand bestreitet.

Sprache ist…

…systemisierte Konvention.

Dass die Sprache die Welt niemals erreicht,

ist ihr größtes Versagen und ihr größter Triumph gleichermaßen.

Nichts ist größer als die Musik.

Und doch bleibt, der Sprache wegen, ein unausdeutbarer Rest.