Schlagwort-Archiv: Technik

Von Individualismus spricht man,…

…wenn sich jeder in seinem Tun nicht im Prinzip, sondern nur unbedeutenden Variationen nach unterscheidet und dabei doch vom Gegenteil überzeugt ist.

Der Islamische Staat: III. Archaische Gewalt?

Die Verbrechen des Islamischen Staats werden immer wieder als mittelalterliche Gewalt bezeichnet. Aber ist Gewalt nicht per se mittelalterlich, also archaisch? Das mag nicht zwingend innerhalb »der Moderne« gelten, aber vom Standpunkt einer Demokratie aus erscheint es als zutreffend (diskursorientierte Problemlösung, Gewaltmonopol und deren Trennung). — Gewalt als älteste, als »tierische« Form der Konfliktlösung, eine Art notwendiges Übel.

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Staat und Religion

Den Herausforderungen die »der Islam« in Form unterschiedlicher Gruppierungen und Richtungen für die europäischen Gesellschaften darstellt, wird u.a. mit speziellen Gesetzen (Verschleierungsverbote, Novellierung des österreichischen Islamgesetzes) zu begegnen versucht. Zeitgleich treten durch die Terrororganisation, die sich islamischer Staat nennt, verschüttete oder unzureichend beantwortete Fragen wieder deutlich hervor: Jene nach der Trennung von Islam und Islamismus, dem Verhältnis zur und der Rechtfertigung von Gewalt oder die Politisierung von Religion: Das Verhältnis der muslimischen Gemein­schaften zu den europäischen Gesellschaften scheint unter Zeitdruck formuliert werden zu müssen, obwohl die entsprechenden Diskussionen mindestens 15 Jahre alt sind. Den bisherigen Bemühungen beider Seiten steht die Flucht zahlreicher junger Menschen in die Arme dieser Terrororganisation, gegenüber: Die europäischen Gesellschaften scheinen über wenig Bindungskraft zu verfügen und das Leben in Europa für einen Teil der Muslime wenig erfüllend zu sein.

Dieser Essay ist auch eine Replik auf zwei Texte von Niko Alm1; er spürt dem Verhältnis von Staat und Religion nach und versucht eine argumentativ-pragmatische Antwort, ohne zuerst ein bestehendes Konzept heranzuziehen: So soll versucht werden, der gegen­wärtigen Situation, mit möglichst wenig Voreingenommenheit, Rechnung zu tragen. Dies soll in den Kontext der bisherigen Praxis in Österreich gestellt und das Islamgesetz, dessen Begutachtungsfrist soeben endete, in prinzipieller Hinsicht diskutiert werden. — Davor wird der Begriff Religion, sein Verhältnis zur Politik, den Menschen im Allgemeinen und den westlichen Gesellschaften im Besonderen umrissen. — Wenn von »dem Islam« oder »dem Christentum« (und anderen Religionen) gesprochen wird, dann ist damit keine homogene Tradition gemeint, sondern zahlreiche, die die eine oder andere Charakteristik teilen. — Die folgenden Betrachtungen sind an etlichen Stellen auf die großen monotheistischen Religionen hin verengt.

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Big Data…

…steht eigentlich für Methoden (und vor allem: Kapazitäten), die die Analyse von großen Datenmengen ermöglichen; beim Nachdenken über die Folgen und Möglichkeiten, darf man zuerst nicht darauf vergessen, dass Daten (Informationen) Repräsentationen von Eigenschaften realer Objekte oder Lebewesen sind, also das Ergebnis von Messungen oder Schätzungen. Entscheidend ist deren Güte, also wie exakt sie die Eigenschaften, die sie abbilden sollen, auch tatsächlich abbilden (und wie wesentlich diese Exaktheit für das was ich wissen will, ist). Mehr von diesem Beitrag lesen

Unerfülltheit:

Dass, obwohl man will, nie etwas bleibt.

Entwicklungen im Journalismus

Insgeheim hatte ich gehofft bei dieser Veranstaltung etwas dahingehend zu erfahren, aber die Mühe eine alternative Erklärung, eine Gegenthese, oder Ergänzung zu Nick Davies‘ Ausführungen zu entwickeln, hatte sich niemand gemacht.

Ich frage mich, ob eine rasend gewordene Moderne nicht zwangsläufig Entwicklungen mit sich bringen muss, die denen die man bei der erwähnten Veranstaltung thematisierte, und weitgehend mit Kommerzialisierung erklärte, gleichen.

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