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Schreiben und lesen

Das Schreiben ist in der Tendenz ein gespannter, das Lesen ein entspannter Zustand, genauer: Während des Schreibens drängt etwas zusammen, wird etwas zusammengedrängt, verdichtet, geordnet und auch wieder gestrichen; das Lesen ist ein Entfaltungsvorgang, weniger mühevoll, befreiter, jedoch ungewisser, also schwebender, manchmal rasend und dann doch: angespannt in dem Sinn, dass etwas herausdrängt und herausdrängen soll.

Der Stil, oder…

…das Eigene.

Während des Schreibens…

…wird ein Satz, ein Wort, zu einer Welt (nicht, weil sie alles umfassen, sondern weil sich alles auf sie hin verengt).

Nicht den eigenen Text mit anderen Augen betrachten,

fremd muss er werden!: erst dann wird seine Beurteilung möglich.

Mit einem schlechten Satz

überwirft man sich bei der ersten Begegnung.

Eine begeisterte Ansprache an die Συμπαρανεκρωμενοι

Von Dr. Phorkys replizierenden Replikanten, praktizierenden Praktikanten

Werte Συμπαρανεκρωμενοι,

auch wenn ich nachgerade nicht unschuldig bin an der Befeuerung dieses diskursiven Glimmspans, so liegt mir doch nichts ferner als Öl ins Feuer zu gießen oder nur das letzte Wort behalten zu wollen. Nein viel lieber machte ich mich anheischig, meine Blase in die schon halb erloschene Glut zu entleeren … mit Gedanken an Freud¹. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein letztes Wort, mete

Von Billy Bob Thornhill

Ich interessiere mich nicht sehr für den Ausgang von Geschichten, sagt Bob Macha gelangweilt. Mich interessieren eher die Anfänge. Vermutlich liegt es daran, dass alle Geschichten – soweit ich das beurteilen kann, zumindest – das gleiche Ende haben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Eine Bibliothek sei jedem vergönnt!

Ach!, könnte man dieses kulturkritische Geraune sich selbst über-, und es damit einfach: links liegen lassen, alleine: Es ist, bis in seine tiefste Tiefe hinein, einem Element von Herrschaft verbunden, das alles und jedermann in einen Fatalismus, eine unergründliche Trauer über vorweggenommene und halluzinierte Zustände, zwingen will. Man muss widersprechen, weil man wieder Luft zum Atmen haben, weil man leben möchte. Mehr von diesem Beitrag lesen

Plug the book in, Orpheus! Replik auf eine Erwiderung, die ihrerseits wütende Reaktionen auslösen dürfte

Von Prof. Dr. Roman Frost, Geislingen und Paris

Ehrlich gesagt, dear mete, ist für mich der Höhepunkt, früher hätte man gesagt: die Apotheose des bildungsbürgerlichen Denkens, an dieser Stelle Deines Traktats erreicht: „Da man aber durch Zufall und ohne Zwang herein gekommen ist, klopft man sich den Staub von den Kleidern und erkennt, dass das so schlecht gar nicht ist.“ Mehr von diesem Beitrag lesen

Immerhin, einen Blogtext kann man nicht als handschriftliches Manuskript hinterlassen

Von Roman Frost

„Das Schlimmste ist natürlich, wenn es zu literarisch wird!“, sagte der Doktor zu mir, bevor er sein Kellerbier mit leisem Schmatzen an seine fetten roten Lippen setzte.
Je, dachte ich, da hast du allerdings recht! Mehr von diesem Beitrag lesen