Schlagwort-Archiv: Ukraine

Politische Analytik zuerst. Eine Replik auf Anneliese Rohrer.

In ihrem Text „Das Irrationale zu Ende denken?“ schlägt Anneliese Rohrer einige richtige und wichtige Dinge vor, etwa im Umgang mit Russland; zugleich bleibt sie einer weit verbreiteten Art der politischen Betrachtung verhaftet und bemerkt nicht, dass das (europäische) politische Denken (die geopolitische Analyse) weitgehend inexistent ist; statt nachzudenken und zu analysieren hantieren wir mit den Kategorien der Moral, personalisieren Fragen nach Macht und Interesse und denken eurozentrisch. — Damit werden wir bestehende Konflikte eher ausweiten als beschränken und neue durch unser eigenes politisches Handeln entfachen, einfach weil wir nicht mehr zu begreifen im Stande sind, welche Auswirkungen unser Tun hat, aus welchen Gründen andere handeln oder welche Ziele und Interessen sie haben (und in welchem übergeordneten Kontext all dies steht). — Dieses Phänomen ist nicht neu und bis in die Tagespolitik** hinein zu beobachten.

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Der Krieg in der Ukraine: Überlegungen zu einer Lösung.

Es mag paradox klingen, aber wäre nicht gerade jetzt, politische und diplomatische Vernunft angenommen, ein Kompromiss zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine möglich? Neben einem sofortigen Waffenstillstand und dessen Sicherstellung durch Truppen der Vereinten Nationen, inklusive Überwachung der Grenze zu Russland, müsste die (von allen Seiten: Ukraine, Russland, USA, EU, NATO, Separatisten und „rechter Sektor“ akzeptierte) Verhandlungsgrundlage eine autonome, aber innerhalb der Ukraine verbleibende, im Osten des Landes gelegene Region, sein, also jenes Gebiet, das von den Separatisten beansprucht wurde.

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Die Krise in der Ukraine, die Rolle der EU und das Positionspapier der Neos

Der Ausgangspunkt: Das Unbehagen mit Politik und Berichterstattung

Es wäre falsch zu behaupten, dass die Medien oder die Politik, die als eine solche Entität gar nicht existieren, in ihrer Gesamtheit ein schwarz-weißes Bild gezeichnet hätten und es noch immer tun, aber in der Breite der Berichterstattung, in dem was man so hört, dem das auch der politisch wenig Interessierte mitbekommt, tritt es deutlich zu Tage: Das Schwarze, das ist Russland oder personalisiert: Putin.

Dieses Bild, das viele Bürger zumindest ihrem Gefühl nach für falsch halten, bedarf der Korrektur, aber nicht im Sinne einer Umfärbung, der Farbe Weiß, sondern in der Wahl anderen Darstellung, einer in Graustufen: Ausgewogenheit statt zweierlei Maß. Weiter auf Begleitschreiben.