Geschenk und Schenkung

Die Enttäuschung des Nichtgefallens und die Beschämung des Beschenkten, dem das Geschenk, obwohl gut gemeint, eigentlich gefallen müsste, es aber nicht tut, im Auge: Ist die Hoffnung, die das Schenken geleitet und begleitet nicht, ungeachtet ihrer Erfüllung, mehr und wichtiger, als jedes Geschenk selbst? Und ist das tatsächlich ein wahrheitsgemäßer, also „erlaubter“ Trost?

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2 Antworten zu “Geschenk und Schenkung

  1. tom-ate 11. Oktober 2012 um 8:48 am

    Diese Hoffnung, ist sie wiederum nicht ganz unterschiedlich motiviert? Von der Hoffnung einem geliebten/begehrten Menschen ein Zeichen glühender Liebe überbracht zu haben bis hin zur Erwartung, eine Pflicht, wie z.B. seinem ungeliebten Chef ein Geburtstagsgeschenk zu überreichen, noch in akzeptabler Qualität hingekriegt zu haben, sind unzählige Motive auszumachen. Mit dieser Hoffnung können somit ganz verschiedene Emotionen verknüpft sein.

    Interessant wäre die Frage, ob diese Hoffnung nun auf beiden Seiten liegt, also auch auf Seiten des Beschenkten. Sobald dies der Fall ist und auch offen kommuniziert werden kann, wird das Geschenk zur Nebensache. Ja, oft wird man im Bewusstsein dieser gemeinsamen Hoffnung sagen: In Zukunft können wir getrost auf dieses Schenkungsritual verzichten.

    • metepsilonema 12. Oktober 2012 um 5:16 pm

      Danke für den Hinweis, Du hast natürlich völlig recht, die Hoffnung kann (implizit) verschiedentlich formuliert sein. Ich ging stillschweigend davon aus, dass Geschenke, als kleine Akte von Selbstlosigkeit, dem Empfänger Freunde bereiten sollen.

      [siehe auch hier.]

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